In der vom parteiunabhängigen IMAS-Meinungsforschungsinstitut exklusiv im Auftrag der "Krone" durchgeführten Umfrage ging es zunächst darum, wer bei einer Bürgermeister-Direktwahl unabhängig von der Parteizugehörigkeit von den Wienern am liebsten als Stadtoberhaupt gesehen würde. Das hochinteressante Ergebnis:
Fast jeder Zweite (45 Prozent) sagt, Häupl wäre ihm als Bürgermeister am liebsten.
Andere Spitzenkandidaten abgeschlagen
Danach folgt mit großem Abstand ÖVP-Spitzenkandidat Hahn, den 13 Prozent gerne als Stadtoberhaupt sehen würden. Noch weiter abgeschlagen FPÖ-Chef H.-C. Strache, für den nur 10 Prozent stimmen. Schlusslicht ist die Wiener Grünen-Chefin Vassilakou mit schwachen 5% Zustimmung. Relativ hoch ist schließlich der Prozentsatz jener Wiener, die sich noch kein Urteil über ihren Lieblingsbürgermeister gebildet haben: 27 Prozent warten offensichtlich noch ab.
So geht's in der Schlacht um Wien weiter
Gewählt wird in der Bundeshauptstadt bekanntlich spätestens 2010 - gerüchteweise ist allerdings auch von einer möglichen Vorverlegung dieser Wahl auf das heurige Jahr die Rede. Die Schlacht um Wien könnte also schon demnächst stattfinden - IMAS testete für die "Krone" den momentanen Stand in diesem Kräftemessen der Wiener Parteien: Weiter klar voran die SPÖ, doch mit nur noch 41 bis 43 Prozent Wähleranteil liegt sie doch deutlich hinter ihrem Ergebnis von der Wahl 2005, als sie immerhin 49,1 Prozent der Stimmen schaffte. Platz 2 geht laut IMAS-Umfrage derzeit klar an die FPÖ, die es auf einen Stimmenanteil von 25 bis 27 Prozent bringen würde. Gegenüber 2005 wäre das ein richtiggehender Erdrutsch-Zugewinn von mehr als 10 Prozent.
ÖVP und Grüne teilen laut IMAS das gleiche Umfrageschicksal: Sie kommen mit 17 bis 19 Prozent (ÖVP) bzw. 12 bis 14 Prozent (Grüne) auf ein ähnliches bzw. knapp schlechteres Ergebnis als im Jahr 2005. Das BZÖ schließlich ist in Wien politisch weiterhin völlig bedeutungslos.
Die Grafik zum aktuellen Stand bei den Parteien findest du in der Infobox!
von Peter Gnam, Kronen Zeitung
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