Ziel der Aktion sei es, nachhaltig Energie zu sparen, den Schadstoffausstoß zu reduzieren und dabei auch das Bau- sowie das Baunebengewerbe zu beleben, so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), der bei der Präsentation in Eisenstadt von einer "Verschrottungsprämie für alte Heizkessel" sprach.
20.000 veraltete Heizkessel
Über 20.000 Heizkessel von Begas-Kunden entsprächen nicht mehr dem Stand der Technik, so Vorstand Rudolf Simandl. Diese Geräte würden nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörsen ihrer Besitzer belasten. Bei Anlagen mit Brennwerttechnik wird auch die durch die Kondensation des im Rauchgas enthaltenen Wasserdampfes entstehende Energie genutzt. Der Wirkungsgrad sei bis zu 15 Prozent besser als bei herkömmlichen Heizgeräten, erläuterte Begas-Vorstand Reinhard Schweifer.
Maximale Förderung von 3.300 Euro
Im Rahmen der Energieoffensive wird der Heizgerätetausch mit einem Energiespar-Scheck im Ausmaß von 500 Euro unterstützt, so Begas Wärme und Service GmbH-Geschäftsführer Alois Grath. Bei der Kombination mit Solartechnologie zur Warmwasseraufbereitung beträgt die Unterstützung 2.200 Euro. Wird der Kesseltausch mit dem Einbau einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung vorgenommen, gibt es eine Förderung von 3.300 Euro.
Als Folge des Kesseltausches könnten die Emissionen um bis zu 35 Prozent reduziert werden, so Grath. Die Aktion ist bis Jahresende befristet. Begas-Kunde werden vom Unternehmen darüber informiert, außerdem wolle man sie durch Mitarbeiter kontaktieren.
Großes Einsparungspotential für Privathaushalte
Das Einsparungspotenzial skizzierte sein Kollege Ronald Kockert anhand eines Rechenbeispiels: Ein im Jahr 1981 mit einer Gasheizung ausgestatteter Zwei-Personen-Haushalt mit 130 Quadratmetern Fläche und zwölf Kilowatt Heizlast, ausgestattet mit einem 30-Kilowatt-Gaskessel, komme auf einen Jahresverbrauch von rund 2.800 Kubikmetern. Mit einem neuen Gerät ließen sich rund 850 Kubikmeter - beim derzeitigen Gaspreis 520 Euro jährlich - einsparen. Bei zusätzlicher Nutzung von Solarenergieanlage seien es bis zu 620 Euro.
Eine ähnliche Kooperation mit der BEWAG soll kommende Woche vorgestellt werden, kündigte Landeshauptmann Niessl an. Rund drei Viertel aller Gebäude im Burgenland seien Ein- oder Zweifamilienhäuser. Davon sei ein Großteil in den 60er bis 80er Jahren errichtet worden. Von der Kesseltausch-Aktion sollen vor allem Klein- und Kleinstbetriebe profitieren.
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