Ein Ausbau der A4 von zwei auf drei Spuren bringe keine Verbesserung, sondern "noch mehr Verkehr und noch mehr Feinstaub", lässt die Bezirkssprecherin der Grünen Neusiedl/See Alexandra Fischbach wissen.
ÖVP besteht auf dritte Fahrspur
Ganz anders denkt darüber die burgenländische Volkspartei. "Wir brauchen eine dritte Fahrspur in beide Richtungen", erklärte Klubobmann Rudolf Strommer am Freitag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Man wisse, "dass das nicht von heute auf morgen geht." Als Sofortmaßnahme sei deshalb ein Lkw-Überholverbot erforderlich, da es bei Lkw-Überholmanövern mehrmals am Tag zu gefährlichen Situationen komme.
SPÖ für Lkw-Überholverbot
Zumindest in diesem Punkt herrscht zwischen den Parteien (ungewohnter) Konsens. Die SPÖ fordert gar ein Lkw-Überholverbot im gesamten burgenländischen Streckenabschnitt der A4. Ein detailliertes Gutachten solle - wie beim Infrastrukturgipfel im Februar vereinbart - die Notwendigkeit einer Ausweitung des Lkw-Überholverbotes auf den Streckenabschnitt von Neusiedl bis zur Staatsgrenze außer Streit stellen, erklärte LAbg. Matthias Gelbmann.
Dann aber starteten die beiden Großparteien doch noch eine (fast schon obligate) Verbal-Attacke gegen das jeweilige Gegenüber. Während Gelbmann ÖVP-Landesrätin Resetar rügte ("ihre Untersuchung ist nicht detailliert genug"), zeigte sich ÖVP-Klubobmann Strommer von einem Treffen mit SPÖ-Infrastrukturministerin Bures "enttäuscht". Ihm sei dabei gesagt worden, "dass derzeit an einen Ausbau überhaupt nicht zu denken ist."
Symbolfoto
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