"Ich werde Montagmittag nach Wien preschen", kündigte Austria-Kärnten-Geschäftsführer Michael Heiden an. Für den späten Zeitpunkt gibt es zwei Gründe: Erstens wird die Infrastrukturkosten-Zusage der Stadt Klagenfurt von Bürgermeister Harald Scheucher erst Montagvormittag abgesegnet. Zweitens wehrt sich die Stadt - vor allem die SPÖ und die ÖVP - dagegen, die Hälfte der FCK-Haftung zu übernehmen. BZÖ-Landeshauptmann Gerhard Dörfler will hingegen auch für die Haftung aufkommen, stößt aber ebenfalls auf politischen Widerstand der anderen Parteien.
"Wir müssen jetzt das Wochenende abwarten", meinte Präsident Mario Canori und hofft auf "vernünftige Gespräche". "Sollte die Stadt allerdings auslassen, sehe ich ein hohes Risikopotenzial", befürchtete der Funktionär. Canori beharrt darauf, von SPÖ-Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und ÖVP-Sportstadtrat Peter Steinkellner mündliche Zusagen zur Haftungsübernahme zu haben. Diese können sich aber nicht daran erinnern. Sie stehe zu der 500.000 Euro Subvention, habe aber nie eine Zusage bezüglich der Haftung gemacht, meinte etwa Mathiaschitz am Freitag in einem offenen Brief.
Land übernimmt 50 Prozent der Haftung
Dörfler ließ hingegen verlauten, dass er zu der getroffenen Vereinbarung stehe, wonach das Land 50 Prozent der Haftung übernehmen wolle. An diese Vereinbarung können sich aber in der Landesregierung weder ÖVP noch SPÖ erinnern. "Für eine etwaige Landeshaftung braucht es einen Beschluss im Kärntner Landtag", erklärte VP-Landesparteisekretär Achill Rumpold. Ins gleiche Horn stößt auch der für Sport zuständige SPÖ-Landesrat Peter Kaiser: "Es geht um Steuergelder, die man in Zeiten der Wirtschaftskrise erst einmal argumentieren muss."
Genug von dem politischen Streit ums Geld hat Chefcoach Frenkie Schinkels, der zugab, dass die öffentliche Diskussion die Stimmung in der Mannschaft negativ beeinflusse. Schinkels freute sich offen auf die Trainingswoche ab 24. März in der Türkei: "Da gibt es wenig über Politik in der Zeitung zu lesen."
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