Die iranische Führung hat den USA die Öffnung der Straße von Hormuz und ein Ende der US-Blockade vorgeschlagen. Das hat ein ranghoher iranischer Regierungsvertreter am Samstag gesagt. US-Präsident Donald Trump wies den Vorschlag bisher zurück. Er sei „nicht zufrieden“, sagte er.
„Sie verlangen Dinge, denen ich nicht zustimmen kann“, hatte Trump bereits am Freitag gesagt. An diesem Tag war bekannt geworden, dass der Iran einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hat. Über Inhalte war zunächst aber nichts offiziell bekannt. Jetzt sagte ein ranghoher iranischer Regierungsvertreter, dass es um die Straße von Hormuz für den Öl- und Gasmarkt gehe. Gespräche über das iranische Atomprogramm sollten auf später verschoben werden, sagte er weiter.
Wie berichtet, hat sich der iranische Außenminister Abbas Araqchi verhandlungsbereit gezeigt. Er stellte allerdings Forderungen an die USA, darunter ein Einstellen der „provokativen Handlungen“. Es gebe Anzeichen dafür, dass die USA „sich nicht an Versprechen oder Vereinbarungen halten“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Fars am Samstag Mohammad Jafar Asadi, einen hochrangigen Vertreter des zentralen Militärkommandos Khatam al-Anbiya. Vergangene Woche hatte die iranische Führung Bedingungen für ein Ende des Kriegs gestellt, darunter die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormuz.
USA stoppten 45 Schiffe im Iran
Der Iran hat die Straße von Hormuz durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen weitgehend unpassierbar gemacht. Die USA haben ihrerseits weitreichende Sanktionen und eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um die Führung von den Einnahmen aus dem Ölexport abzuschneiden. Bisher haben die Vereinigten Staaten laut eigenen Angaben 45 Schiffe gestoppt. „Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen (...). Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen“, sagte Trump.
Folgen bald neue Angriffe?
Ein ranghoher iranischer Militärvertreter bezeichnete unterdessen einen erneuten Konflikt mit den USA als „wahrscheinlich“. Das US-Zentralkommando hat beantragt, die Hyperschallrakete „Dark Eagle“ in den Nahen Osten zu verlegen. Der Antrag zeige, dass sich die USA auf weitere Angriffe vorbereiteten, berichtete Boomberg. Demnach habe der Iran wiederum seine ballistischen Raketen-Abschussrampen tief ins Landesinnere verlegt und damit außerhalb der Reichweite der üblichen US-Raketen. Sollten die Verhandlungen scheitern, warnte Trump die Iranerinnen und Iraner davor, sie „in die Luft zu jagen“.
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