Das "heiße" Duell

Scheider ist großer Favorit in Klagenfurt

Kärnten
10.03.2009 14:16
Die Spannung vorm kommenden Sonntag steigt: Gleich 37 Gemeinden in Kärnten bitten zur Bürgermeister-Stichwahl - weil in diesen Gemeinden keiner der Kandidaten im ersten Anlauf die absolute Mehrheit geschafft. Im Brennpunkt des Interesses steht das große Match Orange gegen Rot um den Thron in Klagenfurt - konkret: Christian Scheider (Bild rechts) gegen Maria-Luise Mathiaschitz (Bild links). Wahlschluss ist diesmal schon um 16.00 Uhr, die Ergebnisse aus den Gemeinden sollten daher gegen 18.00 Uhr vorliegen.

Der erste Wahlgang am 1. März brachte einige Überraschungen. In Pörtschach und Maria Wörth müssen die orangen Amtsinhaber in die Stichwahl. In Maria Wörth schaffte es eine Bürgerliste sogar auf Anhieb, die absolute Mehrheit des BZÖ-Abgeordneten Adolf Stark zu verhindern. In Ludmannsdorf muss SPÖ-Kommunalchefin Stefanie Quantschnig - seit 20 Jahren im Amt - ebenfalls noch zittern. Auch ihr macht eine Bürgerliste das Leben schwer.

40 Prozent für Scheider in Durchgang eins
Den schwersten Schlag erlebte jedoch Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) in der Landeshauptstadt Klagenfurt: Er verpasste die Stichwahl - Klagenfurter Bürgermeister können daher nur noch Christian Scheider vom BZÖ oder Maria-Luise Mathiaschitz von der SPÖ werden. Scheider hatte schon im ersten Durchgang 40 Prozent (knapp 21.000 Wähler) erreicht, Mathiaschitz schaffte 24 Prozent (rund 12.300 Wähler).

Somit wird es erstmals nach 36 Jahren keinen ÖVP-Bürgermeister in Klagenfurt geben. Die große Frage ist nun, was die 18.000 Wähler tun, die sich im ersten Durchgang für einen anderen Kandidaten (als BZÖ oder SPÖ) entschieden haben.

Mathiaschitz gegen "orange Übermacht"
Der 45-jährige Christian Scheider ist freilich in der Favoritenrolle. Ob Mathiaschitz (52) im Falle einer Niederlage in der Politik bleiben würde, ist noch offen. Ihre Fraktion hat bei der Gemeinderatswahl kräftig verloren, das Minus von 13,1 Prozentpunkten bedeutete einen Verlust von sieben Mandaten und einem Sitz im Stadtsenat.
 
Mathiaschitz wirbt nun damit, eine "orange Übermacht" verhindern zu können, ob dieser Weg zum gewünschten Ziel führt, wird sich zeigen.

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