Der ferngesteuerte Roboter solle Bilder aus dem Körperinneren nach außen funken oder als Mini-Chirurg etwa Blutgerinnsel beseitigen und beschädigtes Gewebe reparieren, schreibt Friend, der am Nanophysics Laboratory an der australischen Monash-Universität forscht.
"Wir suchen nach etwas, das in menschliche Arterien gebracht werden kann und insbesondere an Orte, wo bisherige Technologien nicht eingesetzt werden können." Nach Ende der Mission soll das Gefährt zur Eintrittsstelle zurückkehren und per Spritze wieder aus dem Körper geholt werden.
Genialer Motor
Der Motor für den Körperroboter soll nach dem Prinzip der Piezoelektrizität funktionieren, die auch in Quarzuhren und teureren Feuerzeugen angewandt wird. Das dazu verwendete Material aus Keramik oder Kristallen produziert aus mechanischem Druck Strom. Bei dem Roboter versetzt es einen schraubenförmigen Geißel-Propeller in Bewegung. Prototypen für den Motor gibt es bereits. Jetzt wollen die Forscher das dazugehörige Gefährt und die Kontrollen für den Microroboter bauen. Auch wenn das noch Jahre dauern wird, hat Friend schon einen Namen für das Gerät: "Proteus", wie das geschrumpfte U-Boot in der "Fantastischen Reise" von 1966.
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