Vergessliches Herrl
Pudel 19 Tage lang im Auto eingesperrt
Die Gefangenschaft des Zwergpudels endete erst, als einem aufmerksamen Flughafenbesucher auffiel, dass aus dem VW-Bus beißender Gestank drang. Der Mann alarmierte umgehend die Polizei, die den Wagen im Beisein von Tier-Inspektorin Jodi Harvey aufbrach. „Ich musste mir meinen Rollkragenpullover über die Nase ziehen, damit ich von dem Geruch in dem Bus nicht ohnmächtig werde. ‚Michou‘ war völlig entkräftet. Er konnte kaum den Kopf heben, um mich anzuschauen“, sagte sie gegenüber der Lokalzeitung „Burlington Free Press“.
Beim Tierarzt erhielt der Hund umgehend eine Infusion mit Nährflüssigkeit. „Eine normale Mahlzeit hätte für ihn den sicheren Tod bedeutet, weil sein Körper noch nicht dazu in der Lage war, normales Futter aufzunehmen“, so Jodi Harvey. Der Zustand von „Michou“ ist nach wie vor kritisch, aber seine Retter sind zuversichtlich, dass der Pudel durchkommt.
Der Besitzer des gepeinigten Vierbeiners hat derweil nur eine schwache Erklärung parat, wieso ihm und seiner Frau das Fehlen des Hundes nicht auffiel. „Ich habe natürlich gedacht, dass ‚Michou‘ zu Hause bei meiner Frau ist. Die wiederum war davon ausgegangen, dass er fortgelaufen wäre. Wir besitzen so viele Tiere, dass das immer mal wieder geschieht“, so der 50-jährige Pascal Bellon. Der Polizei blieb nichts anderes übrig, als ihm diese Ausrede abzunehmen. Die Beamten verhängten gegen ihn ein Bußgeld in Höhe von 100 Dollar (75 Euro) wegen Tierquälerei. Außerdem muss Bellon den Pudel in die Obhut eines neuen Besitzers geben und die Tierarztkosten übernehmen.
Symbolfoto
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