20.10.2003 12:43 |

Kabellos surfen

Drahtlos ins Internet mit Wireless LAN

Wireless-LAN bedeutet soviel wie "drahtloses Netzwerk". Damit kann man nicht nur zu Hause Computer ohne Kabelsalat vernetzen, sondern auch unterwegs mit dem Notebook an sogenannten Hotspots ins Web gehen - sogar im Ausland. Wie das geht und was man dazu alles braucht:
Wer ein WLAN-Netzwerk hat, genießt dietotale Freiheit. Im Wireless LAN (Local Area Network) kann jederNetzwerkteilnehmer immer dort arbeiten, wo es für ihn amgünstigsten ist: am Schreibtisch, in der Küche, ja sogarauf dem Balkon oder im Garten. Dabei müssen keine Kabel verlegtwerden. Die Einwahl ins Netz geschieht direkt durch die Luft perFunk.
 
Drahtloses Heimnetzwerk
Alles, was man braucht um ein Notebook fit fürWireless-LAN zu machen ist eine Wireless-LAN Karte und natürlicheine Basis-Station (ein sogenannter Access Point). Die neue Centrino-Prozessorenvon Intel haben die Wireless-Funktion bereits integriert. DerAccess-Point wird an die Kabel- oder DSL-Verbindung gehängt.Um mit einem Laptop aufs Internet zugreifen zu können, brauchtdieser eine WLAN-Karte. PCs kann man mit USB-Adaptern ans drahtloseNetzwerk hängen. Die Einstellungen erfolgen über einWeb-Formular. Tipp: Chello-Kunden müssen die neue Netzwerk-Adresseder WLAN-Karte am Helpdesk bekannt geben.
 
Surfen im Café und an öffentlichenPlätzen
An vielen öffentlichen Plätzen (Bahnhöfen,Flughäfen) und in Kaffeehäusern gibt es bereits Wireless-LAN-Zugänge.Österreich hat europaweit das größte Netz an solchenHotspots. In hunderten Caféhäusern, Hotels und anöffentlichen Plätzen kann man sich mit einem Wireless-Laptopins Internet einloggen. Dabei wird entweder mit einer monatlichenGrundgebühr nach Megabyte abgerechnet oder mittels Prepaid-Kartezu jeweils 120 Minuten (ohne MB-Beschränkung). T-Mobile-Kundenkönnen sich Zugangs-Codes per SMS schicken lassen.
 
Internationales WLAN-Roaming bei ONE
One hat 300 Hotspots in ganz Österreich installiertauf denen man mit Prepaid-Karte online geht. Nach einer dreimonatigenTestphase kann man ab Anfang 2004 WLAN bei über 2.000 Hotspotsin 15 Ländern nutzen. Die Freischaltung für ONE WLANRoaming erfolgt dann einfach direkt beim Hotspot über den"Pay by mobile phone"-Button auf der Zugangsseite des lokalenWLAN-Betreibers
 
Reichweite bis 500 Meter
Damit man sich überall, wo es ein drahtlosesNetzwerk gibt, einwählen kann, sind die Frequenzen genormt.Der aktuelle Standard IE802.11b arbeitet im Frequenzbereich von2,4 bis ca. 2,5 Gigahertz und erlaubt eine Übertragung vonbis zu 11Mbit/s. Die Reichweite von der Basis-Station beträgtin der Regel 25-50 Meter. Durch eine Wand würde die Reichweitezwar stark sinken, aber eine Übertragung ist auch in diesemFall durchaus gewährt. Die Reichweite kann durch externeAntennen bis auf 500 Meter erhöht werden.
 
Sicherheit gegen Datenklau
Hacker machen sich eine Spaß daraus, mit Laptop,Antenne und entsprechender Software durch die Stadt zu fahrenund fremde drahtlose Internet-Anschlüsse zu verwenden odersich sogar in Netzwerke zu hacken. Das sogenannte "War-Driving"hat sich zum Sport entwickelt. Sicher dagegen ist man nur mitden entsprechenden Sicherheits-Einstellungen. Das heute eingesetzteWEP-Verfahren (Wired Equivalent Privacy) zum Verschlüsselngilt trotz 128-Bit-Key als nicht mehr sicher genug. Ein neuerStandard namens "WPA" soll Abhilfe schaffen, die nächsteGeneration soll statt bisland 11MBit bis zu 54 MBit/Sekunde übertragen.
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