„Für Soldaten“

Videos: Russische Lehrer lesen Hitler-Rede vor

Außenpolitik
20.04.2026 19:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zur Unterstützung russischer Soldaten, die in der Ukraine im Einsatz sind, nahmen Lehrer Videos mit „motivierenden“ Botschaften auf. Darin beschimpften sie etwa die Ukraine. Dabei merkte keiner: Der Text für die Videos stammt aus einer Hitler-Rede.

Der belarussische Künstler Wladislaw Bochan sorgte mit seiner jüngsten Aktion für Aufregung. Unter dem Vorwand, der Kremlpartei „Einiges Russland“ anzugehören, schickte er Briefe an Schulen im Gebiet Tscheljabinsk. Diese enthielten die Aufforderung, Texte für eine „patriotische Aktion“ aufzunehmen.

Text basierte auf Hitler-Zitaten
Die Videos sollten russische Soldaten motivieren, die gerade im Krieg dienen. Dass es sich bei den Texten nicht um normale Parolen handelte, war offensichtlich niemandem aufgefallen. Der erste Teil davon basierte auf Adolf Hitlers Rede vom 1. September 1939, mit der er den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen begründete.

Ein Video, das der Künstler auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte, zeigt, wie die Lehrer den Text scheinbar mit voller Überzeugung vortragen:

Lehrer verlesen Falschbehauptungen
Acht von zwölf Schulen nahmen Videos auf, in denen Lehrer den Text vorlesen. Dieser ist voll von falschen Behauptungen, mit denen Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine begründet. Es ist etwa die Rede von  „Biolaboren“ und „Programmen zur Untersuchung von Satellitenstrahlung“, die angeblich „in Zusammenarbeit mit Betreuern aus der NATO“ aufgebaut wurden.

Rede von „Schwächen der Ukraine“
Weiter geht es im Text um die „Schwächen“ der Ukraine. In Wahrheit treffen diese jedoch eher auf Russland selbst zu. Es wird etwa von einer „nur auf dem Verkauf von Rohstoffen basierenden Wirtschaft“ gesprochen.

Künstler will Faschismus aufzeigen
Die Aktion ist eine von mehreren, mit denen der Künstler die problematischen Zustände in Russland und an russischen Schulen aufdecken will. „Ich habe keinen Zweifel, dass in Russland ein Para-Faschismus herrscht“, sagte er in einem Interview mit „Ntv“. Auch wenn sie sich nicht dazu bekennen würden, „de facto praktizieren sie ihn.“, so Bochan. Das wolle er der Öffentlichkeit zeigen.

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