Kooperation geplant

Kärnten und Friaul wollen mehr Sicherheit

Kärnten
27.08.2008 18:50
Kärnten und Friaul wollen stärker im Bereich Sicherheit kooperieren. Bei einem Treffen zwischen dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider und dem Präsidenten der Region Friaul Julisch Venetien, Renzo Tondo, hoben die beiden Politiker am Mittwoch die Notwendigkeit gemeinsamer Initiativen zur Bekämpfung der illegaler Immigration und zur Abschiebung straffälliger Ausländer hervor. "Wir wollen dafür sorgen, dass unsere Gegend zur sichersten in ganz Europa wird", erklärte Haider nach Angaben italienischer Medien.

Kärnten und Friaul planen demnächst eine Konferenz zum Thema Sicherheit, an der sich auch die Bürgermeister der an der italo-österreichischen Grenze liegenden Gemeinden sowie Vertreter der friulanischen und der Kärntner Polizei beteiligen sollen. Diese Sicherheitskonferenz wird wahrscheinlich in der Grenzstadt Tarvisio/Tarvis sattfinden.

Forderung nach Vereinfachung von Abschiebungen
Haider hob die Erfolge Kärntens in punkto Sicherheit hervor und betonte, er wolle sich vor allem für die Abschiebung von Immigranten einsetzen, die Verbrechen begangen haben. "Wir fordern eine Vereinfachung der langwierigen bürokratischen Prozeduren zur Abschiebung von Immigranten", sagte Haider.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
"Die Zusammenarbeit zwischen Regionen ist die einzige wirkliche Alternative zu diesem zentralistischen Europa der Bürokraten, das wir nicht mögen", erklärte Haider. Die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sei der einzige Weg zum Schutz der lokalen Identität in einer globalisierten Welt.

Eisenbahnverbindung dringend gebraucht
Ein weiteres vorrangiges, gemeinsames Ziel Kärntens und Friauls sei es, die Baltisch-Adriatische Achse voranzutreiben. Diese Eisenbahnverbindung werde ganz dringend gebraucht, so Haider und Tondo. Österreich habe schon viele Investitionen geleistet, wie für den Koralmtunnel oder den neuen Hauptbahnhof Wien. Nun wollen sich Haider und Tondo mit dem neuen italienischen EU-Kommissar für Verkehr, Antonio Tajani, bemühen, den Korridor auf der EU-Prioritätenliste vorzureihen.

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