Einmal so, dann so

Doch kein Treffen Ahmadinejads mit dem Papst?

Ausland
31.05.2008 15:08
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat nach Teheraner Regierungsangaben keineswegs um ein Treffen mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan gebeten. Das stellte der Sprecher der iranischen Regierung, Gholam-Hossein Elham, nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA am Samstag fest. Der Sprecher dementierte damit italienische Pressemeldungen, nach denen der Papst Ahmadinejad nächste Woche anlässlich eines FAO-Gipfels zur weltweiten Nahrungsmittelkrise empfangen würde.

Der iranische Regierungssprecher dementierte auch, dass Ahmadinejad um ein Gespräch mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi gebeten habe. "Ahmadinejad wird sich lediglich am FAO-Gipfel beteiligen", so der Sprecher. Auch der Vatikan bestritt, dass ein Treffen zwischen dem Papst und dem iranischen Präsidenten geplant sei. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche empfängt in der Regel jedes Staatsoberhaupt, das darum ersucht.

Vatikan kritisierte Iran immer wieder
Der Vatikan hat den iranischen Staatschef in der Vergangenheit wegen dessen Aussage kritisiert, Israel sollte von der Landkarte ausradiert werden. Zugleich hat sich der Papst für einen Dialog mit dem Iran eingesetzt, um den Streit um das umstrittene Atomprogramm des Landes mit dem Westen auszuräumen. Mit Außenminister Manouchehr Mottaki war Benedikt XVI. bereits zusammengetroffen. Durch die "Islamic Culture and Relations Organization" hatte der Iran Kontakt zur katholischen Kirche hergestellt und 2001 als ersten katholischen Würdenträger den Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn eingeladen.

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