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28.06.2017 - 13:26
Foto: AFP, AP

Europa im Visier des blutigen Terrors

23.06.2017, 10:56

Manchester, Stockholm, Paris, Brüssel, Nizza, Berlin und immer wieder London - europäische Metropolen sind in den vergangenen Jahren verstärkt ins Fadenkreuz von Terroristen gerückt. Konzerte und der öffentliche Nahverkehr dienen dabei häufig als Ziel. Seit dem Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris im Jänner 2015 kamen bei Terroranschlägen rund 360 Menschen ums Leben, mehr als 1300 wurden teils schwer verletzt. Eine krone.at- Chronologie.

BRÜSSEL: Am Hauptbahnhof Brüssels löste ein Attentäter am 20. Juni 2017 mit einem Bombenkoffer eine Explosion aus , er wurde daraufhin von anwesenden Soldaten erschossen. Der Mann hatte zuvor laut Augenzeugen "Allahu Akbar" gerufen. Andere Personen kamen nicht zu Schaden, allerdings brach am Bahnhof kurzzeitig Panik aus.

Foto: Twitter.com

LONDON: Am 19. Juni 2017 rast der aus Wales stammende Brite Darren Osborne vor einer Moschee mit einem gemieteten Lieferwagen in eine Gruppe Muslime . Ein Mann stirbt, Osborne wurde noch am Tatort festgenommen. Er rief, er wolle "alle Muslime töten".

Darren Osborne (47) steuerte den Laster in die Menschenmenge.
Foto: AFP, AP, twitter.com

LONDON: Drei Angreifer steuern am 3. Juni 2017 in der Nacht auf Pfingstsonntag einen Lastwagen auf der London Bridge in eine Menschenmenge . Anschließend rasen sie weiter und attackieren schließlich im beliebten Ausgehviertel am Borogh Market Passanten mit Messern. Sieben Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Die Täter werden von der Polizei erschossen.

Foto: AFP

MANCHESTER: Bei einem Bombenanschlag am 22. Mai 2017 auf ein Popkonzert in Manchester werden 22 Menschen getötet. Ein Islamist bringt am Ende eines Popkonzerts von Teenie- Star Ariana Grande eine selbstgebaute Bombe zur Explosion. Es gibt knapp 60 Verletzte, darunter viele Kinder und Jugendliche. 

Schreckliche Szene aus dem Inneren der Konzerthalle kurz nach dem Bombenanschlag
Foto: AP

PARIS: Ein Angreifer feuert am 21. April 2017 mit einer Kalaschnikow auf einen Polizeiwagen  auf den berühmten Champs- Elysees. Ein Polizist wird dabei getötet. Am 18. März 2017 versucht ein Mann auf dem Flughafen Orly einer patrouillierenden Soldatin das Gewehr zu entreißen  und wird erschossen. Erst Anfang Februar war nahe dem Louvre- Museum ein Ägypter niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte .

Schwer bewaffnete Polizisten, die abgeriegelten Champs-Elysees und Blaulicht, wohin das Auge reicht
Foto: AFP

STOCKHOLM: Ein gekaperter Lastwagen rast am 7. April 2017 in einer Einkaufsstraße erst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus . Fünf Menschen werden getötet, 15 verletzt. Noch am selben Tag nimmt die Polizei einen 39- jährigen Usbeken unter Terrorverdacht fest.

Foto: twitter.com

LONDON: Am 22. März 2017 steuert ein Attentäter ein Auto absichtlich gegen Fußgänger  auf einer Brücke im Zentrum der Stadt und ersticht anschließend einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke erliegen vier ihren Verletzungen. Sicherheitskräfte erschießen den Täter.

Der britische Staatssekretär Tobias Elwood (Mitte, im Anzug) war einer der ersten Helfer vor Ort.
Foto: AP

BERLIN: Am 19. Dezember 2016 rast ein Attentäter mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Neun Menschen sterben, 50 werden verletzt.  Der Anschlag erinnert schmerzlich an die Bluttat von Nizza (siehe unten), bei der ebenfalls ein Lkw als "Waffe" eingesetzt wurde.

Foto: APA/AFP/Odd Andersen

ROUEN: Zwei Attentäter, die sich auf den IS berufen, nehmen am 26. Juli 2016 fünf Geiseln in einer Kirche in St. Etienne- du- Rouvray - einen Priester, zwei Nonnen und zwei Gläubige. Dem 84- jährigen Geistlichen schneiden sie die Kehle durch, eine weitere Geisel wird schwerst verletzt.  Die Polizei erschießt die beiden Attentäter. Papst Franziskus spricht von einer "absurden Gewalttat" an einem "heiligen Ort, in dem die Liebe Gottes verkündet wird".

Die beiden IS-Schlächter von Rouen
Foto: Screenshot/Amaq

ANSBACH: Am 24. Juli sprengt sich ein 27- jähriger Syrer bei einem Musikfestival im Zentrum der bayrischen Stadt Ansbach in die Luft und verletzt dabei 15 Menschen.  Der Mann war laut Angaben des bayrischen Innenministers Joachim Herrmann vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen und hatte Asyl beantragt.

Mohammad Daleel (Bild rechts oben) verübte den Anschlag in Ansbach.
Foto: ASSOCIATED PRESS, APA/AFP/AMAQ NEWS AGENCY/HANDOUT

NIZZA: Der islamistische Attentäter Mohamed Bouhlel rast am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, mit einem Lkw in eine Menschenmenge. 85 Menschen sterben, mehr als 300 werden verletzt.  Bouhlel wird von der Polizei erschossen. Die Terrororganisation Islamischer Staat bekennt sich zu dem Anschlag, wobei es allerdings keine Hinweise gibt, dass der IS tatsächlich in Vorbereitung und Ausführung des Blutbads involviert war.

Der Massenmörder von Nizza (rechts im Bild) tötete 85 Menschen.
Foto: AP, maxapp

BRÜSSEL: Bei Anschlägen am 22. März 2016 am Brüsseler Flughafen und in der Metro der belgischen Hauptstadt werden 38 Menschen getötet.  Am Flughafen handelt es sich um Selbstmordattentäter. Die Attacken werden nur wenige Tage nach einer Polizeiaktion in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek lanciert, bei der der mutmaßliche Haupttäter der Pariser Anschläge vom November 2015 (siehe unten), Salah Abdeslam, verhaftet wurde.

Brüssel: Ein Verletzter wird nahe der Metro abtransportiert.
Foto: AP

ISTANBUL: Im März und Jänner 2016 reißen Selbstmordattentäter Dutzende Menschen in den Tod: im März in der belebten Istanbuler Einkaufsstraße Istiklal, im Jänner im historischen Zentrum Istanbuls. Dort zündet der Angreifer seine Bombe mitten in einer deutschen Reisegruppe nahe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee.  Die türkische Regierung weist der Terrormiliz Islamischer Staat die Verantwortung für die Anschläge zu.

Ermittlungen in Istanbul nach dem Anschlag auf deutsche Touristen
Foto: AFP

PARIS II: Bei einer Serie koordinierter Anschläge töten Kommandos der Terrormiliz IS am 13. November 130 Menschen.  Sie richten ein Massaker im Musikclub Bataclan an, beschießen Bars und Restaurants. Während des Fußball- Länderspiels Frankreich- Deutschland sprengen sich am Stade de France drei Attentäter in die Luft.

Ein Bild aus der Horrornacht von Paris
Foto: APA/AFP/MIGUEL MEDINA

PARIS I: Im Jänner 2015 sterben bei einem Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris zwölf Menschen.  Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al- Kaida auf der arabischen Halbinsel. In weiterer Folge kommt es in einem jüdischen Supermarkt in Paris zu einer Geiselnahme, bei der ebenfalls vier Menschen sterben.

Kerzen und eine "Charlie Hebdo"-Ausgabe vor der französischen Botschaft in Wien
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Redakteurin
Michaela Braune
Redakteurin
Miriam Krammer
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