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29.04.2017 - 09:39
Foto: AP, AFP / Video: Ruptly.tv

Soldatin und Polizisten attackiert - Täter tot

18.03.2017, 20:57

Ein weiteres Mal steht Frankreich unter Terrorschock. Am Pariser Flughafen Orly wollte am Samstag ein Angreifer einer Soldatin das Sturmgewehr entreißen und rief dabei: "Ich bin da, um für Allah zu sterben." Der Täter wurde erschossen, der Flughafen evakuiert. In einem Vorort von Paris hatte der Mann kurz zuvor einen Polizisten angeschossen. Zum Glück gingen beide Attacken glimpflich aus - die französische Regierung lobte das professionelle Verhalten der Einsatzkräfte.

Der 39- jährige Täter - der französische Staatsbürger war unter anderem als Extremist amtsbekannt  und wurde von der Kriminalpolizei gesucht - hatte gegen 8.30 Uhr am Airport versucht, die Waffe einer Soldatin einer Anti- Terror- Einheit zu entwenden und sei dann in ein Geschäft im Flughafengebäude gerannt, berichtete ein Sprecher des französischen Innenministeriums. Schließlich sei der Täter von Sicherheitskräften getötet worden. Sonst kam niemand zu Schaden.

Angreifer drohte: "Es wid Tote geben"

Der Angreifer habe bei der Attacke gerufen, er wolle "für Allah sterben", sagte Anti- Terror- Staatsanwalt Francois Molins am Samstagabend. Zudem habe er auch noch gedroht: "Es wird Tote geben." Es seien Ermittlungen wegen terroristischen Mordversuchs eingeleitet worden.

Foto: AP, AFP

Innenminister: "Soldatin hielt Waffe fest"

Die von dem Extremisten attackierte Frau sei Reservistin und als Teil einer Patrouille von drei Soldaten am Flughafen unterwegs gewesen, präzisierte Verteidigungsminister Jean- Yves Le Drian. Sie sei vom Angreifer zu Boden geworfen worden, habe ihre Waffe aber festgehalten, widersprach der Minister ersten Berichten, wonach der Täter die Waffe an sich reißen habe können. Auch Innenminister Bruno Le Roux erklärte, der Angreifer habe es nicht geschafft, das Gewehr zu bekommen.

Der Täter am Flughafen Orly wurde erschossen, nachdem er einer Soldatin die Waffe entreißen wollte.
Foto: AFP

Hollande: "Mut und Schlagkraft"

"Ihre zwei Kameraden haben es für nötig gehalten - und sie hatten Recht - das Feuer zu eröffnen, um sie zu beschützen, und vor allem um alle Leute drumherum zu beschützen", betonte Le Drian. Er lobte ausdrücklich die Professionalität der Militärs. Auch Frankreichs Staatschef Francois Hollande würdigte den "Mut und die Schlagkraft" der Einsatzkräfte.

Innenminister Bruno Le Roux (Bildmitte) und Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian (rechts)
Foto: AFP

"Drei oder vier Schüsse bei Turkish Airlines"

Ein Fluggast berichtete, er sei gerade in der Schlange für einen Flug nach Tel Aviv gestanden, als er drei oder vier Schüsse gehört habe. Ein Sicherheitsbeamter habe ihm gesagt, der Vorfall habe sich an den Gates 37 und 38 der Flüge von Turkish Airlines ereignet.

Airport evakuiert, Flugverkehr ausgesetzt

Der Flughafen Orly - er liegt südlich von Paris und ist der zweite große Airport der französischen Hauptstadt nach dem Flughafen Charles de Gaulle - wurde komplett evakuiert, um auszuschließen, dass der Mann Komplizen hatte. Sprengstoffexperten stellten zudem sicher, dass keine Bombe vor Ort war. Der gesamte Flugverkehr des Airports wurde vorübergehend ausgesetzt und am späten Samstagnachmittag wieder aufgenommen.

Foto: AFP

Schüsse auf Polizist in Pariser Vorort

Der Angreifer hatte kurz vor der Attacke auf den Flughafen im Pariser Vorort Vitry- sur- Seine ein Fahrzeug in seine Gewalt gebracht und in einer Bar die Anwesenden bedroht. Zuvor habe er bei einer Identitätskontrolle in Garges- les- Gonesse das Feuer auf einen Polizisten eröffnet, bestätigte Innenminister Le Roux. Der Beamte sei am Kopf leicht verletzt worden und werde nun im Krankenhaus behandelt.

Immer wieder Terror in Frankreich

Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von Terroranschlägen. Erst vor einigen Wochen war nahe dem Pariser Louvre- Museum ein Mann niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte. Bei einer Anschlagsserie in Paris wurden am 13. November 2015 130 Menschen getötet. Wegen der Terrorgefahr patrouillieren Soldaten an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen gefährdeten Orten.

Aktuelle Bilder aus Paris:

Foto: AFP
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Foto: AP
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Stv. Chefredakteur krone.at
Martin Kallinger
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