30.10.2020 12:06 |

Weitere Verhaftung

Nizza-Opfer: „Sagt meinen Kindern, ich liebe sie“

Drei Menschen starben am Donnerstag bei dem entsetzlichen Anschlag in der Notre-Dame-Kirche in Nizza. Nachdem die Ermittler zunächst davon ausgegangen waren, dass es sich bei dem 21-jährigen Tatverdächtigen um einen Einzeltäter handle, wurde noch am Donnerstagabend ein mutmaßlicher Komplize festgenommen. Teilweise ist die Identität der Opfer bereits bekannt geworden - wie lokale Medien berichten, dachte eine 44-jährige dreifache Mutter nur an ihre Kinder, bevor sie starb.

Innerhalb weniger Minuten richtete der Attentäter in der Notre-Dame-Kirche in der südöstlich gelegenen Küstenstadt ein Blutbad an. Laut der Lokalzeitung „Nice-Matin“ befindet sich eine 44-jährige Frau sowie eine weitere Frau in ihren 60ern unter den Todesopfern. Ein 55-jähriger Kirchenmitarbeiter wurde ebenfalls getötet.

Zwei Opfer starben noch an Ort und Stelle. Die 44-Jährige konnte sich noch schwer verletzt in eine Bar flüchten, wo die Helfer jedoch kurz darauf den Kampf um ihr Leben verloren. Laut „Nice-Matin“ handelte es sich dabei um die gebürtige Brasilianerin Simone Barreto Silva, eine Mutter von drei Kindern, die seit drei Jahrzehnten in Frankreich lebte. Zu den Rettungskräften habe sie noch kurz vor ihrem Tod gesagt: „Sagt meinen Kindern, dass ich sie liebe.“

Hauptverdächtiger wurde angeschossen und notoperiert
Der Hauptverdächtige, der laut einem Dokument, das er bei sich führte, Brahim Aouissaoui heißt, wurde bei seiner Verhaftung durch Schüsse verletzt und musste einer Notoperation unterzogen werden. Der 21-jährige Tunesier soll über Lampedusa nach Europa eingereist sein und in Italien einen negativen Abschiebungsbescheid erhalten haben. Daraufhin war er nach Frankreich eingereist und untergetaucht.

Nun geriet ein weiterer Mann ins Visier der Ermittler: Ein 47-jähriger Mann soll tags zuvor Kontakt zu Brahim A. gehabt haben. Die Regierung stuft die Tat als Terroranschlag ein und rief die höchste Alarmstufe aus. Man geht von einem islamistisch motivierten Verbrechen aus.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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