Gedächtnis leidet

Forscher: Wer im Alter viel isst, der vergisst

Wissen
19.02.2012 15:21
Wer im Alter viel isst, der vergisst. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer US-Studie, die an über 1.200 Senioren den Zusammenhang zwischen Nahrungsaufnahme und dem Demenzrisiko untersucht hat. Dabei zeigte sich, dass jene Probanden, die mehr als 2.100 Kilokalorien am Tag zu sich nahmen, doppelt so gefährdet waren, an einer sogenannten leichten kognitiven Störung zu erkranken.

"Wir konnten ein recht einfaches Muster erkennen: Je mehr Kalorien am Tag konsumiert werden, desto höher ist das Risiko, an einer leichten koginitiven Störung zu leiden", sagt der Autor der Studie, der an der Mayo Clinik in Scottsdale in Arizona tätige Neurologe und Psychiater Yonas E. Geda. 

Über 1.200 Senioren untersucht
Geda hatte für seine Studie insgesamt 1.233 Rentner im Alter zwischen 70 und 89 Jahren, bei denen keine Demenzerkrankung diagnostiziert worden war, untersucht. In einem ersten Schritt wurde mittels Fragebogen erhoben, wie viel die Probanden essen und trinken, dann wurden sie in drei gleich große Gruppen eingeteilt: Die Wenig-Esser, die nur zwischen 500 und 1.526 Kilokalorien (kcal) pro Tag zu sich nahmen, jene Pensionisten, die mit 1.526 und 2.143 kcal auskamen, und eine jene Probanden, die täglich bis zu 6.000 kcal vertilgten.

Die Untersuchung zeigt, dass das Risiko der Viel-Esser, an einer sogenannten leichten kognitiven Störung (einer Beeinträchtigung der Denkleistung, die - was das Alter und die Bildung des Betroffenen betrifft - über das Normale hinausgeht, im Alltag aber keine wesentliche Behinderung darstellt) verdoppelt. "Das Drosseln der Kalorienzufuhr und eine gesunde Ernährung sind wohl der einfachste Weg, um Gedächtnisverlust im Alter zu verhindern sein", zeigt sich Geda überzeugt.

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