Ein multidisziplinäres Team um Daniel Robert hat herausgefunden, dass die nur Mikrometer dünne Membran des Heuschrecken-Hörsinns in der Struktur äußerst komplex ist. Die Stärke der Membran variiert an verschiedenen Punkten. Dies hat Auswirkungen darauf, wie die dünne Hautschicht auf ein Geräusch reagiert. Die Forscher haben festgestellt, dass die Membran durch ein Geräusch nur um einige Nanometer hin- und herschwingt.
"Durch das Verständnis, wie Schallwellen im Gehör der Heuschrecke in eine mechanische Antwort umgewandelt werden, können wir Mikrofone entwickeln, die auf der Funktion natürlichen Hörens basieren", erklärt Forschungsleiter Daniel Robert. Diese Mikros könnten extrem leise Geräusche aufnehmen und ihre Frequenz analysieren, welche die Geräte derzeit nicht registrieren können, so der englische Wissenschaftler. Künftig soll laut Robert die Zusammenarbeit von Biologen mit Physikern und Ingenieuren weiter forciert werden.