Am stärksten ist 2006 der Breidalblikkbrea-Gletscher in Norwegen geschmolzen, der um 3,10 Meter dünner geworden ist. Der Echaurren Norte in Chile habe als einziger leicht hinzugewonnen. Durchschnittlich seien die Gletscher im Jahr 2006 um 1,50 Meter geschrumpft. Das ist das letzte Jahr, für das konkrete Zahlen vorliegen.
Es handle sich offenbar um eine sich beschleunigende Entwicklung und ein Ende sei noch nicht in Sicht, erklärte Wilfried Häberli, der Direktor des Welt-Gletscher-Beobachtungsdienstes (World Glacier Monitoring Service). Zwischen 1980 und 1999 hätten die Gletscher durchschnittlich jedes Jahr 30 Zentimeter verloren. Seit der Jahrtausendwende habe dieser Wert auf durchschnittlich 50 Zentimeter zugenommen.
Besonders drastische Auswirkungen durch den Eisverlust seien in Indien zu erwarten, dessen Flüsse vom Wasser der Gletscher im Himalaya gespeist werden.
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