Für die Untersuchung schafften die Forscher um Professor Hiroshi Ishiguro von der Universität Osaka das genaue Abbild einer Frau und kleideten die Maschine wie ihr Gegenüber. Eine Kamera filmte die Gesichtsausdrücke der Frau und übertrug dem Roboter über elektrische Signale Informationen zu den jeweiligen Gesichtsausdrücken.
Der Roboter ahmte demnach nahezu exakt die Ausdrücke der Frau nach, lächelte wie sie oder hob eine Augenbraue. "Ich kam mir vor, als hätte ich eine Zwillingsschwester", sagte die Japanerin (im Bild im goldenen Anzug) am Samstag vor Journalisten.
Die Forscher erwägen, den Roboter zum Beispiel in Krankenhäusern einzusetzen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Maschine durch ein Lächeln Patienten seelische Unterstützung gegeben habe, sagte eine Sprecherin der Firma Kokoro, eines der beiden an der Entwicklung des Roboters beteiligten Unternehmen. Exemplare von "Geminoid TMF" sollen für umgerechnet rund 78.000 Euro verkauft werden.