Die von der "österreichisch-serbischen Solidaritätsbewegung" organisierte Kundgebung verlief unter diesen Umständen absolut friedlich, sie trug den Titel "Begräbnis der österreichischen Neutralität". Selbst die Anzahl der anwesenden Journalisten und Fotografen überstieg jene der Demonstrationswilligen bei weitem.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm. Hunderte Polizisten und Kräfte von Sondereinheiten waren im Einsatz. Es gab umfassende Absperrungen. Die Innenstadt im Bereich Hofburg und Ballhausplatz war hermetisch abgeriegelt. Ein Zugang war nur vom Ring her möglich.
Fischer gibt grünes Licht für Kosovo-Anerkennung
Bundespräsident Heinz Fischer hatte am Mittwoch Grünes Licht für die Anerkennung des Kosovo durch Österreich gegeben. Fischer erteilte Außenministerin Ursula Plassnik (V) die offizielle Ermächtigung, alle nötigen Schritte zur Anerkennung des Kosovo zu setzen. Am Donnerstag unterzeichnete Plassnik die Anerkennungspapiere, wie Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal bestätigte. In Kraft trete die Anerkennung durch die Übergabe der Dokumente an die Behörden in Pristina (Prishtina), welche höchstwahrscheinlich Anfang kommender Woche erfolgen wird.
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