Kein Sender gefunden

„Zu 95 Prozent Timmy“: Toter Wal vor Küste

Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Schicksal von Buckelwal „Timmy“ könnte vor einer – traurigen – Klärung stehen. Denn mittlerweile mehren sich auch seitens Forschern die Ansicht, dass es sich bei jenem vor der dänischen Insel Anholt gefundenen toten Wal um den berühmten Meeressäuger handelt. Gewebeproben sollen Klarheit bringen.

Das Schicksal von „Timmy“, der im Zuge einer aufwendigen Rettungsaktion durch eine private Initiative zurück in die Nordsee transportiert worden war, war seit seiner Freilassung am 2. Mai unklar geblieben. Der am Wal angebrachte Tracker funktionierte nicht ordnungsgemäß, Daten zur Position blieben etwa aus. Allerdings vermuten Experten schon länger, dass der Meeressäuger nicht mehr lebt.

Am Donnerstag wurde nun vor der dänischen Insel Anholt ein totes Tier gesichtet, das laut dänischen Medien eine gewisse Ähnlichkeit mit „Timmy“ haben soll. „Er ist ziemlich groß“, sagte Morten Abildstrøm, ein Aufseher der dänischen Naturschutzbehörde, gegenüber dem dänischen Sender TV2. 

In der Nähe der Insel Anholt soll das Tier gesichtet worden sein:

Im Bild zu sehen: Der gestrandete Buckelwal „Timmy“ im April
Im Bild zu sehen: Der gestrandete Buckelwal „Timmy“ im April(Bild: AFP/DANNY GOHLKE)

„Wenn man ihn mit einem Fernglas betrachtet, kann man erkennen, dass er zehn bis 15 Meter groß ist“, sagt Abildstrøm. Er vermutet, dass das gestrandete Tier wegen seiner Größe ein Buckelwal sein könnte und rund 75 Meter vom Land entfernt liegt. Die dänische Zeitung „Ekstra Bladet“ schreibt, unter Berufung auf die dänische Umweltschutzbehörde, dass das Tier wohl schon längere Zeit tot sei.

„Höchstwahrscheinlich ,Timmy‘“
Für Freitag ist die Entnahme von Gewebeproben geplant, um Näheres zu den Umständen des Todes des Tieres herauszufinden – und auch, ob es sich tatsächlich um „Timmy“ handelt. Diesbezüglich äußerte sich Morten Abildstrøm im Gespräch mit dem dänischen Sender DRTV am Vormittag etwas konkreter: „Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal ,Timmy‘ handelt.“

Ebenfalls geschädigte Haut
In den sozialen Netzwerken kursieren Bilder, die das gestrandete Tier zeigen sollen. Darauf ist zu sehen, dass es eine angegriffene Haut haben soll. Das befeuert die Spekulationen, dass es sich dabei um „Timmy“ handeln könnte, denn seine Haut war sichtbar geschädigt. Am Freitagnachmittag wurde bekannt, dass bei dem Wal kein Sender dabei war. Man sei sich bereits zu 95 Prozent sicher, dass es sich um einen Buckelwal handle, hieß es. Das Tier sei zwölf Meter lang.

Keine Ortungs-Signale
Ob sich „Timmy“ zuletzt überhaupt in der Nähe der Insel Anholt aufgehalten hat, weiß niemand. Der am Meeressäuger befestigte GPS-Sender liefere weiterhin keinerlei Signale zur Ortung, hieß es am Donnerstag von der Privatinitiative zum Transport des Wals. Es gebe keine Daten mehr. Auch dem Umweltministerium des ostdeutschen Bundeslands Mecklenburg-Vorpommerns liegen weiterhin keinerlei Informationen vor, hieß es.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung