Mord an Zivilisten
Betrunkene Soldaten erschießen Zivilisten
Ausland
11.06.2007 08:35
Zwei betrunkene kolumbianische Soldaten haben im Süden des Landes nach offiziellen Angaben sechs Zivilisten erschossen. Die beiden Männer seien desertiert und hätten nach einem Streit bei einem Schulfest in dem Ort Balsillas zunächst drei Menschen erschossen und auf der Flucht drei weitere umgebracht, teilte der Kommandant der V. Heeresdivision in der Urwaldprovinz Caquetá, General Gustavo Matamoros, am Sonntag mit.
Warum die Soldaten desertierten, war nicht bekannt. Jedoch kommt es immer wieder zu Übergriffen von Militär und Polizei auf die Zivilbevölkerung.
Bei Kämpfen mit linksgerichteten FARC-Rebellen wurden zudem zwei Polizisten getötet. Weitere vier der militärisch ausgerüsteten Polizisten seien bei dem Gefecht in der Provinz Antioquia im Nordwesten des Landes verletzt worden, teilte ein Sprecher mit. Die marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) bekämpfen den Staat schon seit mehr als 40 Jahren.
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