Mo, 17. Juni 2019
Organisation

FARC

Beschreibung
Die FARC-EP, kurz FARC (eigentlich F.A.R.C.-E.P., Abkürzung für spanisch Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo ‚Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee‘) war bis 2016 eine linke bzw. sozialrevolutionäre Guerillabewegung in den Bürgerkriegen Kolumbiens. Seit einem 2016/17 abgeschlossenen Friedensvertrag mit der Regierung ist sie eine linksgerichtete kolumbianische Partei namens Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común, die sich selbst als marxistisch bezeichnet. Von 1964 bis Juni 2016 führte sie einen bewaffneten Kampf gegen den kolumbianischen Staat, seine Repräsentanten, die kolumbianischen Streitkräfte sowie gegen rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen und Drogenkartelle, machte aber auch Unbeteiligte und Zivilisten zum Ziel einiger ihrer gewalttätigen Aktionen.Zu den wesentlichen Einnahmequellen der FARC-EP gehörten Entführung, Erpressung der lokalen Drogenkartelle, Goldabbau sowie die Herstellung und der Schmuggel illegaler Drogen, wie Cannabis und Kokain. Zu diesem Zweck hatten sich Fronten der FARC-EP mit einigen der mächtigsten Drogenkartelle der Umgebung verbündet, wobei sie zugleich gegen andere Kartelle und die kolumbianische Armee militärisch aktiv waren. In manchen Fällen wurden auch hohe Mitglieder dieser Drogenkartelle als Offiziere in die FARC-EP aufgenommen. Die FARC war die größte und aktivste Guerillaorganisation Lateinamerikas. Sie wurde von Kolumbien, den Vereinigten Staaten, Kanada, der EU, Neuseeland, Peru und Chile offiziell als terroristische Organisation eingestuft. Im November 2017 strich die EU die FARC von ihrer Liste der terroristischen Organisationen.Am 22. Juni 2016 wurde der Abschluss eines endgültigen Waffenstillstand zwischen FARC-EP und den Vertretern der kolumbianischen Regierung bekanntgegeben. Die FARC-EP verpflichtete sich, innerhalb von 180 Tagen alle Waffen an Vertreter der Vereinten Nationen abzugeben. Außerdem ist beabsichtigt, die verbliebenen geschätzt etwa 7.000 Aktivisten der FARC-EP schrittweise in die kolumbianische Zivilgesellschaft zu integrieren. Sollte der Waffenstillstand Bestand haben, würde dies das endgültige Ende eines 50-jährigen Bürgerkriegs bedeuten, der geschätzt etwa 220.000 Tote – größtenteils Zivilisten – und Millionen Flüchtlinge zur Folge hatte.In einem – nicht bindenden – Referendum lehnte am 2. Oktober 2016 eine knappe Mehrheit von 50,22 % der Kolumbianer den Friedensvertrag ab.Im März 2017 begannen die FARC-EP, die Waffen niederzulegen. Ende Juni 2017 bestätigten die Vereinten Nationen, dass die Entwaffnung der FARC abgeschlossen sei.
Quelle: Wikipedia

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