Zunächst solltest du wissen, dass gemeine Fragen der Personalchefs dich in erster Linie aus der Ruhe bringen sollen. Was du genau inhaltlich darauf antwortest, ist zunächst belanglos. Wichtig ist nur eines: Lächeln, freundlich bleiben und sich den Hieb in die Magengrube nicht anmerken lassen. Denn es soll zunächst dein Selbstvertrauen getestet werden, deine Ehrlichkeit und Spontanität. Sieh das ganze einfach wie ein Spiel, denn im Prinzip ist es nichts anderes: Der Personalchef wirft dir einen Ball zu, den du wieder zurückspielst. Ganz locker und entspannt bleiben, das wirkt am besten.
Erst in zweiter Linie wird der Inhalt deiner Antwort bewertet. Und hier kannst du mit der richtigen Vorbereitung eine ganze Menge tun. Schließlich sind einige Fragen ja wirklich aufgelegt. Und wenn du darauf sofort eine kreative Antwort kennst, dann punktest du doppelt und dreifach.
„Was sind Ihre größten Schwächen?“
Eine zeitlang galt es hier als schick, Schwächen anzugeben, die eigentlich verkappte Stärken sind, wie z.B. Perfektionismus oder übertriebener Ehrgeiz. Besser ist es jedoch, Schwächen anzugeben, die echte Schwächen sind, aber für deinen Job keinen Belang haben. Ein Fehler ist es daher, hier Unpünktlichkeit oder Unordentlichkeit zu nennen – denn diese Schwächen haben eine unmittelbare Auswirkung auf deinen Job. Geh einfach in dich, und finde ehrliche Schwächen aus deinem Privatleben. Du solltest jedoch sicherheitshalber vor dem Interview mit Freunden darüber sprechen, welche Assoziationen diese Schwächen auslösen – so senkst du das Risiko, dich selbst in eine Falle zu katapultieren.
„Es haben sich 100 Personen mit ausgezeichneten Qualifikationen für diesen Job beworben – warum sollten wir ausgerechnet Sie nehmen?“
Diese Frage soll dich klassisch verunsichern und ist in Wahrheit eine Frage nach deinen besonderen Fähigkeiten. Worin bist du besonders gut? Und warum profitiert dein zukünftiger Arbeitgeber davon? Überlege dir Stärken, die auch von Relevanz für die ausgeschriebene Position sind. Und dann einfach selbstsicher und lächelnd antworten.
„Was machen Sie, wenn Sie diesen Job nicht bekommen?“
Diese Frage ist wirklich hinterlistig. So möchte der Personalchef herausfinden, was deine Alternativen sind. Eine gute Antwort ist hier zum Beispiel: „Ich werde analysieren, warum es nicht geklappt hat, und es bei der nächsten Bewerbung besser machen.“ So zeigst du, dass du gut mit Herausforderungen umgehen kannst, und lösungsorientiert denkst - ohne, dass du deine Optionen preisgibst.
„Wie muss für Sie das optimale Arbeitsumfeld aussehen?“
Hier solltest du dir einfach Gedanken darüber machen, wie du gerne arbeitest. Sei es eigenverantwortlich oder im Team, mit kooperativen Kollegen und einem motivierenden Vorgesetzten – wichtig ist nur, dass du hinter deiner Antwort stehst und sie begründen kannst.
„Was wissen Sie schon von unserem Unternehmen?“
Diese Frage kommt auch für viele Bewerber überraschend – sie ist aber in Wahrheit sehr einfach zu beantworten: und zwar dann, wenn du vor dem Bewerbungsgespräch ein bisschen im Internet recherchierst. Diese Frage kannst du auch gut damit kombinieren, Informationen zu erfragen, die dich in Zusammenhang mit deinem potentiellen Arbeitgeber noch interessieren – so zeigst du Interesse und Engagement.
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