Wut über Öffis
Pendler verwüsten Bahnhof in Buenos Aires
Die Menschen, die in der 13-Millionen-Metropole oft bis zu vier oder fünf Stunden pro Tag in völlig überalterten Zügen für die Fahrt von und zur Arbeit brauchen, setzten die Fahrkartenschalter in Brand, legten Feuer in Büros und zerstörten alles, was ihnen in den Weg kam.
Die Polizei, die mit einem Hagel aus Steinen und Flaschen empfangen wurde, setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Mindestens zwölf Polizisten und neun Passagiere wurden verletzt. 16 Menschen sind festgenommen worden.
Rund um den umkämpften Bahnhof, den täglich fast eine halbe Million Pendler benutzen, brach ein Verkehrschaos aus. Über Stunden versuchten gestrandete Menschen, teilweise außen an Bussen hängend nach Hause zu kommen. Am späten Abend wurde der Zugverkehr unter starkem Polizeischutz wieder aufgenommen. Da alle Einrichtungen zerstört waren, durften die Pendler gratis fahren.
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