Christen-Hass
Drei Tote bei Überfall auf christlichen Verlag
Die Polizei nahm sechs Personen fest. Ziel des Angriffs war einem Kathpress-Bericht zufolge ein christliches Verlagshaus namens "Zirve", das nach Angaben des Besitzers Hamza Özant in der Vergangenheit bereits mehrfach von Nationalisten bedroht wurde. Sie werfen dem Verlag vor, die Bibel zu verteilen und damit "missionarisch" tätig zu sein.
Gefesselten Opfern die Kehle durchgeschnitten
Die Angreifer hatten die Opfer ermordet, nachdem sie auf Sesseln sitzend an Händen und Füßen gefesselt worden waren, berichtete der Gouverneur der im Südosten des Landes gelegenen Provinz. Zu den möglichen Motiven äußerte sich der Gouverneur nicht. Mehrere Fernsehsender berichteten übereinstimmend, der Verlag sei in der Vergangenheit mehrmals von Rechtsnationalisten bedroht worden. Der im dritten Stock eines Hauses gelegene Verlag habe christliche Literatur und Kreuze verkauft, berichteten türkische Medien.
Wegen des Verkaufs christlicher Bücher in der Stadt war dem Nachrichtensender NTV zufolge in der Lokalpresse seit längerem eine Debatte entbrannt. Die Verbreitung christlicher Literatur und christlicher Symbole wird von türkischen Extremisten als verbotene Missionsstätigkeit angesehen. Sie werfen den Missionaren vor, die Einheit des Landes zu untergraben. Erst im Jänner war der der kritische türkisch-armenische Journalist Hrant Dink erschossen worden. Dink stammte aus der Stadt Malatya.
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