Zeitung korrigiert

Keine Ausrede vom “Einhorn am Steuer”

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15.03.2007 16:58
Die Ausrede eines Autofahrers, sein Geländewagen sei von einem Einhorn gegen eine Straßenlampe gesteuert worden, hat sich als Juristenscherz erwiesen. Die Tageszeitung "Billings Gazette" aus dem US-Bundesstaat Montana hat am Donnerstag ihre Berichterstattung korrigieren müssen. Das Blatt hatte zuvor geschrieben, dass ein betrunkener Autofahrer nach einem Unfall der Polizei die Ausrede aufgetischt hätte: "Ich bin nicht gefahren. Ein Einhorn hat am Steuer gesessen."

Diese Darstellung beruhe auf einem missverstandenen Insider-Witz unter Juristen, schreibt das Blatt am Donnerstag. Sie zitiert dabei den zuständigen Staatsanwalt Dennis Paxinos: "Das war schwarzer Humor unter Anklägern. Die Geschichte ist so nicht passiert." Es sei eine sehr häufige Verteidigung von ertappten Autofahrern, die Schuld auf einen anderen zu schieben. 

Üblicherweise werde dies als SEDI-Strategie ("Someone else did it") bezeichnet, zu deutsch: "Es war irgendein anderer." Sei diese Begründung offenkundig falsch, sprächen Juristen mitunter nicht von einer erfundenen Person, sondern verwendeten stattdessen die Metapher des "Einhorns", da es - ebenso wie die andere Person - nur in der Fantasie existiere.

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