Thomas Aloysius McCarney hat eine schwere Zeit durchgemacht. Das behauptet zumindest seine Anwältin, die vor Gericht irgendwie versuchen muss zu erklären, was ihr Klient in Latex-Montur mit einem Esel im Zimmer des City Centre Hotels im irischen Städtchen Galway zu suchen hatte.
Der Versuch einer Erklärung: McCarney wurde von seiner Freundin verlassen und war demnach einsam, sehr einsam offenbar. Trost und Zuflucht suchte er in therapeutischer Behandlung. Der Rat, den man ihm hier gab: "Geh raus in die weite Welt, triff dich mit Leuten und unternehme interessante Dinge!"
Thomas unternahm etwas Interessantes, allerdings mit einem Esel. Unter dem Namen "Mr. Shrek" checkte der Ire gemeinsam mit dem Tier im City Centre Hotel ein. Nicht nur der tierische Begleiter, sondern auch der Umstand, dass McCarney sich wie "Shrek" aus dem gleichnamigen Animationsfilm benahm und Sätze wie "Stimmt das etwa nicht, Esel?" von sich gab, riefen schließlich die Polizei auf den Plan.
Am Ort des Geschehens bot sich den Beamten dann ein seltsames Bild: "Mr. Shrek" stand in S/M-Kluft und Handschellen neben dem Esel in einem Hotelzimmer. Offensichtlich konnte die Polizei gerade noch Schlimmeres verhindern. Wegen Grausamkeit gegen Tiere, obszönen Verhaltens und Selbstgefährdung, so "Galway First", musste sich der Eselliebhaber schließlich vor Gericht verantworten.
Am Schluss hat McCarney wegen unrechtmäßiger Haltung eines Esels 2.000 Euro Strafe zahlen müssen. Die zerstörte Minibar konnte ihm allerdings nicht zu Lasten gelegt werden: "Mr. Shrek" konnte glaubhaft machen, dass der Esel diesen Schaden verursacht hatte.
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