Alles nur gespielt

US-Kinderpaar täuschte Behinderung nur vor

Ausland
01.03.2007 07:32
Pete Costello riss sich Haare aus, saß zusammengekauert auf dem Stuhl und war zu keinem klaren Satz fähig. Für das Sozialamt in Tacoma im US-Staat Washington gab es keinen Zweifel, dass der 24-Jährige geistig behindert und auf Gelder öffentlicher Mittel angewiesen ist. Dabei war alles nur gespielt...

Wie Pete erst acht Jahre alt war, hatte die heute 46-jährige Mutter Rosie Costello ihm und seiner vier Jahre jüngeren Schwester Marie all jene "Ticks" beigebracht, dank denen sie vom Amt automatisch als Sorgenkinder eingestuft wurden. Damit qualifizierte sich die Familie als Fürsorge-Empfänger und kassierte im Zeitraum von nur knapp zehn Jahren mehr als 210.000 Euro.

Der Betrug kam jetzt heraus, als ein Radargerät den angeblich behinderten Mann am Lenkrad eines zu schnellen Autos blitzte. Im Verhör riss der 24-Jährige dann auch seine Mutter mit in den Betrugsprozess. Diese gab nach kurzer Zeit zu, die "Schauspiel-Lehrerin" des Sohnes und dessen Schwester gewesen zu sein.

Während sich die zwei für schuldig bekannten, ist Marie Costello untergetaucht. Nach der 20-Jährigen wird nun wegen schweren Betrugs gefahndet.

Kronen Zeitung 

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