Selbstmordattentat
US-Vize Cheney entkommt einem Anschlag
Bei dem Attentat wurden laut afghanischem Innenministerium 18 Menschen getötet, unter ihnen drei ausländische Soldaten. Cheney habe sich zum Zeitpunkt der Explosion auf der Basis befunden, er sei aber nicht gefährdet gewesen, erklärte ein US-Sprecher. Cheneys Sprecherin sagte, der Vize-Präsident sei in Sicherheit, es gehe ihm gut.
Der Sprecher der Internationalen Schutztruppe ISAF, Tom Collins, sagte, der Attentäter habe den Sprengstoff am Dienstag in einem Auto vor dem Tor der Basis zur Explosion gebracht.
Cheney übernachtete auf der Militärbasis, nachdem geplante Gespräche mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai verschoben worden waren. Cheney wollte mit Karzai unter anderem über die bevorstehende Frühjahrsoffensive der Taliban sprechen.
Das Treffen mit Karsai war eigentlich für Montag vorgesehen gewesen. Offenbar hatte schlechtes Wetter Cheneys Flug von Bagram nach Kabul unmöglich gemacht. In der afghanischen Hauptstadt hatte es am Montag geschneit. Cheney hatte am Dienstagmorgen mit US-Soldaten in Bagram gefrühstückt. Bagram liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Kabul und ist eines der bedeutendsten US-Militärlager in Afghanistan.
Taliban-Sprecher bekennt sich zu Anschlag
Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Rebellensprecher Kari Mohammad Yousif Ahmadi sagte der Nachrichtenagentur dpa per Telefon, der Selbstmordattentäter habe Abdul Rahim geheißen und sei aus der ostafghanischen Provinz Logar gewesen. Mehr als 20 Menschen seien getötet worden, die Mehrheit der Opfer seien US-Soldaten. Taliban-Angaben zu Opferzahlen bei Attentaten gelten als wenig zuverlässig und scheinen oft übertrieben hoch.
Selbstmordanschläge in Afghanistan haben im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen. Die radikal-islamischen Taliban haben eine Frühjahrsoffensive angekündigt, die nach Angaben der Rebellen unmittelbar bevorsteht. Die NATO, die die ISAF führt, will die Taliban-Offensive vereiteln.







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