Neue Hinweise
Polizei sucht weiter nach Mitjas Mörder
Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" und der "Bild"- Zeitung ist der mutmaßliche Mörder Mitjas, Uwe Kolbig, bereits mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft. Bislang hatten die Ermittlungsbehörden angegeben, dies sei erst einmal der Fall gewesen.
Den Zeitungen zufolge stand Kolbig in der DDR zwischen 1981 und 1989 wegen Missbrauchs mehrerer Kinder vier Mal vor dem damaligen Kreisgericht Bitterfeld. Im Alter von 17 Jahren sei Kolbig erstmals zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Dem seien Strafen von sechs Monaten, zwei Jahren und sechs Monaten sowie drei Jahren gefolgt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, bestätigte die Vorstrafen aus DDR-Zeiten.
Von 1987 bis 1989 hat sich Kolbig nach Informationen der Zeitungen in stationärer psychiatrischer Behandlung in Altscherbitz befunden. 1998 habe ihn das Landgericht Leipzig zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Kolbig habe sich an einem elfjährigen Jungen aus Lützschena-Stahmeln vergangen. Seit 1998 sind nach Angaben des Staatsanwaltschaftssprechers Schulz jedoch keine Delikte mehr dazugekommen.
Der 43-Jährige soll den Buben am vergangenen Donnerstag sexuell missbraucht und ermordet haben. Die Leiche des Kindes wurde am Samstagabend in der Gartenlaube von Kolbig am Rande von Leipzig entdeckt. Laut Obduktion erstickte der Schüler in der Nacht zum Freitag. Zuletzt wurde Mitja am Donnerstag in der Straßenbahn auf dem Weg von der Schule nach Hause gesehen. Auf einem Überwachungsvideo aus der Bahn ist sein mutmaßlicher Mörder neben ihm zu sehen.
Psychologische Betreuung für Mitjas Familie
Unterdessen wird Mitjas Familie nach Angaben der Polizei an einem geheimen Ort psychologisch betreut. Es gebe tägliche Gespräche mit einem speziell für solche Fälle geschulten Psychologen, der der Familie jederzeit zur Seite steht, sagte eine Sprecherin. "Die Eltern bemühen sich, den drei noch bei ihnen im Haushalt lebenden Kindern einen so normalen Alltag wie eben möglich zu bieten."







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