Neue Hinweise

Polizei sucht weiter nach Mitjas Mörder

Ausland
27.02.2007 17:16
Mit etwa 120 Polizisten ist die Suche nach dem mutmaßlichen Mörder des neunjährigen Mitja aus Leipzig am Dienstagmorgen fortgesetzt worden. Die Suche konzentrierte sich nach Angaben der Polizei auf Wälder in der Umgebung des Leipziger Vorortes Lindenthal. Es kamen erneut Spürhunde und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Der wegen Mordes gesuchte Uwe Kolbig soll den Buben am vergangenen Donnerstag sexuell missbraucht und erstickt haben. Der Tatverdächtige war bereits 1998 wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden.

Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" und der "Bild"- Zeitung ist der mutmaßliche Mörder Mitjas, Uwe Kolbig, bereits mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft. Bislang hatten die Ermittlungsbehörden angegeben, dies sei erst einmal der Fall gewesen. 

Den Zeitungen zufolge stand Kolbig in der DDR zwischen 1981 und 1989 wegen Missbrauchs mehrerer Kinder vier Mal vor dem damaligen Kreisgericht Bitterfeld. Im Alter von 17 Jahren sei Kolbig erstmals zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Dem seien Strafen von sechs Monaten, zwei Jahren und sechs Monaten sowie drei Jahren gefolgt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, bestätigte die Vorstrafen aus DDR-Zeiten.

Von 1987 bis 1989 hat sich Kolbig nach Informationen der Zeitungen in stationärer psychiatrischer Behandlung in Altscherbitz befunden. 1998 habe ihn das Landgericht Leipzig zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Kolbig habe sich an einem elfjährigen Jungen aus Lützschena-Stahmeln vergangen. Seit 1998 sind nach Angaben des Staatsanwaltschaftssprechers Schulz jedoch keine Delikte mehr dazugekommen.

Der 43-Jährige soll den Buben am vergangenen Donnerstag sexuell missbraucht und ermordet haben. Die Leiche des Kindes wurde am Samstagabend in der Gartenlaube von Kolbig am Rande von Leipzig entdeckt. Laut Obduktion erstickte der Schüler in der Nacht zum Freitag. Zuletzt wurde Mitja am Donnerstag in der Straßenbahn auf dem Weg von der Schule nach Hause gesehen. Auf einem Überwachungsvideo aus der Bahn ist sein mutmaßlicher Mörder neben ihm zu sehen.

Psychologische Betreuung für Mitjas Familie
Unterdessen wird Mitjas Familie nach Angaben der Polizei an einem geheimen Ort psychologisch betreut. Es gebe tägliche Gespräche mit einem speziell für solche Fälle geschulten Psychologen, der der Familie jederzeit zur Seite steht, sagte eine Sprecherin. "Die Eltern bemühen sich, den drei noch bei ihnen im Haushalt lebenden Kindern einen so normalen Alltag wie eben möglich zu bieten."

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
27.02.2007 17:16
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung