Angst um Dackel

Hundebesitzer erschlägt Adler: 15.000 Euro Strafe!

Ausland
20.02.2007 21:33
Der Rechtsstreit um den von einem Dackelbesitzer erschlagenen Zuchtadler aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg ist beigelegt. Die vom Gericht in einem Vergleich festgesetzte Entschädigung von 15.000 Euro für den Vogel reicht nach Angaben der Greifenwarte nahe Gundelsheim jedoch nicht aus, um ein neues Tier zu kaufen.

Der getötete Adler Norok habe einem Gutachten zufolge einen Wert von rund 56.000 Euro gehabt, sagte Claus Fentzloff von der Greifenwarte am Dienstag in Stuttgart. "Außerdem war er nicht nur ein Familienmitglied wie ein Hund, er war ein Freund, mit dem ich 19 Jahre zusammengearbeitet habe." Der Dackelbesitzer hatte den Adler im Oktober 2005 in Siegelsbach aus Angst um seinen Hund mit einem Spazierstock erschlagen.

Dackel schwer verletzt
Der Vergleich war am Montag vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart geschlossen worden. Der Pensionist, der auch Jäger ist, hatte geschildert, dass sich der Greifvogel direkt neben ihm auf den Dackel gestürzt hatte. Der achtjährige Hund war bei dem Angriff schwer verletzt worden. Für die tierärztliche Behandlung bekam der Rentner 512 Euro zugesprochen.

Nach dem Rechtsstreit bleibt "ein ausgestopftes Tier und eine trauernde Adlerwitwe" zurück, wie Fentzloff sagte. "Ich habe Norok so präparieren lassen, wie er gefunden worden ist - erschlagen."

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