Libanon-Krise
Ausganssperre in Beirut wieder aufgehoben
Der Führer der radikalen schiitischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, rief seine Gefolgschaft zur Ruhe auf. „Im Interesse des Landes und des zivilen Friedens“ sollte sich niemand der Armee und den Sicherheitskräften entgegenstellen, erklärte er im Hisbollah- Fernsehsender „Al-Manar“.
Die regierungsnahe Tageszeitung „An-Nahar“ appellierte an alle Konfliktseiten, das Land nicht „auf dem Altar engstirniger Machtinteressen zu opfern und ihm einen neuen Konfessionskrieg zu ersparen.“ Bei einem von Gewalt begleiteten Generalstreik, zu dem die Opposition aufgerufen hatte, waren am vergangenen Dienstag vier Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden.
Politiker fürchten um Hilfsgelder
Zuvor hatten bereits andere Vertreter der schiitischen Oppositionsparteien Hisbollah und Amal die Studenten aufgefordert, „sofort die Straße zu verlassen und nach Hause zu gehen“. Der sunnitische Chef der libanesischen Mehrheitskoalition Saad al-Hariri, ein enger Verbündeter von Regierungschef Siniora, appellierte an alle Beteiligten, die Selbstbeherrschung zu wahren. Die Gewalt sei „der Versuch, die sehr positiven Ergebnisse der Geberkonferenz für den Libanon in Paris zu sabotieren“.
Hilfspaket in Höhe von 7,6 Milliarden Dollar
Vor dem Hintergrund der jüngsten Auseinandersetzungen im Libanon hat die internationale Gemeinschaft am Donnerstag in Paris ein Hilfspaket in Höhe von 7,6 Mrd. Dollar geschnürt. Mit dieser von Frankreichs Staatschef Chirac genannten Summe wurden die Erwartungen klar übertroffen. Die Hilfsgelder sollen dem Libanon auf verschiedene Weise zugehen - das Spektrum reicht von billigeren Sofortkrediten bis zu Spendenversprechen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.