So, 19. August 2018

Zehntausende Tote

24.11.2017 13:15

Mittelmeer ist weltweit die gefährlichste Grenze

Die europäische Südgrenze im Mittelmeer ist für Flüchtlinge die gefährlichste Grenze der Welt. Von 2000 bis Mitte 2017 seien dort mindestens 33.761 Menschen ums Leben gekommen oder würden vermisst, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der Internationalen Organisation für Migration (IOM).

Wahrscheinlich seien die wahren Zahlen noch deutlich höher, so Autor Philippe Fargues. Heuer kamen nach Angaben der IOM bisher 161.010 Flüchtlinge nach Europa, drei Viertel von ihnen nach Italien. Im gleichen Zeitraum 2016 waren es 345.831.

Heuer allein schon 3000 Tote im Mittelmeer
Seit Jänner kamen im Mittelmeer bisher fast 3000 Menschen ums Leben. Weltweit starben in diesem Jahr bisher insgesamt 5080 Menschen auf der Flucht.

Zwar sei die Zahl der Todesopfer in diesem Jahr nach Vereinbarungen der EU mit der Türkei und wegen der europäischen Unterstützung der libyschen Küstenwache zurückgegangen, heißt es in dem Bericht, "aber kürzere und weniger gefährliche Fluchtrouten zu schließen, kann zu längeren und gefährlicheren Routen führen und die Wahrscheinlichkeit weiterer Todesfälle erhöhen".

Sobotka: "Schleppern endlich Riegel vorschieben"
Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) forderte erst vergangene Woche einmal mehr einen schärferen Kampf gegen Schlepper und Menschenschmuggler: "Wir müssen kriminellen Schleppern gemeinsam einen Riegel vorschieben und das Sterben im Mittelmeer stoppen", so Sobotka gegenüber krone.at. Flüchtlinge sollen in erster Linie nicht in Europa, sondern nahe ihrer Heimat Schutz erhalten. "Dafür stärken wir die Kooperation mit afrikanischen Staaten", so Sobotka.

 krone.at
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