So, 24. Juni 2018

Rakete abgefeuert

23.09.2017 10:08

Iran zeigt und testet den neuen Stolz des Militärs

Kurz nach der Ankündigung, sein Militär stärken zu wollen, hat der Iran bereits eine neue Mittelstreckenrakete präsentiert und eigenen Angaben zufolge auch bereits "erfolgreich abgefeuert". Bei der Militärparade anlässlich der sogenannten heiligen Verteidigungswoche wurde die Rakete vom Typ Khoramshahr, die mehrere Sprengköpfe tragen kann, stolz der Öffentlichkeit gezeigt. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte ein Video von dem Test (siehe oben).

Der neue Stolz des iranischen Militärs hat eine Reichweite von 2000 Kilometern und kann mit unterschiedlichen Sprengköpfen bewaffnet werden. Berichten mehrerer Medien zufolge auch mit Atomsprengköpfen, auch wenn der Iran selbst betonte, dass die Rakete so konstruiert sei, dass sie keine atomare Bedrohung sei.

Sein Programm zur Entwicklung von Kernwaffen hatte der Iran im Rahmen des internationalen Atomabkommens eingestellt. Im Westen, besonders in den USA und Israel, gibt es Sorgen wegen der iranischen Mittelstreckenraketen. Mit ihrer Reichweite könnten sie jeden Ort in Israel treffen.

Bei der Präsentation der neuen Rakete wurde hervorgehoben, dass diese kleiner und eher als "taktische Waffe" einzusetzen sei als andere ballistische Raketen, und dass sie mehrere Ziele gleichzeitig angreifen könne. Im Gegensatz zu Lenkraketen fliegen ballistische Raketen nach dem Start ungelenkt auf einer ballistischen Flugbahn.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani versicherte, das iranische Militär diene allein der Verteidigung. Er hatte erst am Vortag einen Ausbau der militärischen Kapazitäten und des Raketenprogramms seines Landes angekündigt. "Wir sind für Frieden in der Region und der Welt, aber für die Verteidigung unserer Sicherheit brauchen wir keine Erlaubnis" von den USA, sagte er.

Trump: "Möderisches Regime nicht so weitermachen lassen"
Er reagierte damit auf die jüngsten verbalen Angriffe von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte den Iran in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung in New York am Dienstag als destabilisierende Kraft in der Region angeprangert und mit der Aufkündigung des Atomabkommens gedroht. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen, erklärte er mit Blick auf die Kriege in Syrien und im Irak, in die sowohl der Iran als auch die USA involviert sind. Der iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei hatte Trumps Rede als "billig, hässlich, dumm und unwahr" zurückgewiesen.

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