Do, 13. Dezember 2018

Sternstunde

11.09.2017 23:56

AMG Project ONE: Formel 1 für die Straße

Die machen das wirklich! Am Abend vor der Eröffnung der IAA in Frankfurt zeigte Mercedes-AMG den Project ONE - von Lewis Hamilton auf die Bühne gesteuert. Kein Zufall, das Hypercar hat denselben Motor wie sein Formel-1-Bolide. Ein 1,6-Liter-V6, der bis zu 11.000 Touren dreht, gepaart mit vier Elektromotoren und über 1000 PS auf allen vier Rädern.

Die Worte von Mercedes-Boss Dieter Zetsche über den Smart Vision EQ fortwo, der autonom und elektrisch die Carsharing-Zukunft darstellen soll, waren kaum verklungen. Da röhrte das eigentliche Highlight von Mercedes bei dieser IAA auf das Podest: Project ONE.

Die Mittelmotor-Flunder mit Plug-in-Hybrid trägt an der Front Lufteinlässe über die gesamte Breite, das Dach einen mächtigen Lufteinlass für den Motor. Dahinter zieht sich eine Finne bis zum Heck. Die soll in schnellen Kurven die Seitenführung verbessern. Ganz hinten wiederum schreit ein zweigeteilter Diffusor förmlich nach Anpressdruck. Damit werden sich auf der Straße die quer zur Fahrtrichtung liegenden Push-Rod-Federbeine beschäftigen müssen.

In der Mitte des Hecks blicken wir in ein mächtiges Auspuffrohr. Hier atmet der 1,6-l-V6-Mittelmotor aus, nachdem er 11.000 Touren gedreht hat. Das macht sonst kein Straßenauto. Doch weil hier statt Rennsprit mit Tankstellen-Benzin aufgefüllt wird, bleibt es unter dem Drehzahl-Limit der F1. Turboloch soll es übrigens keines mehr geben, dafür sorgt ein E-Lader. Die Kraft von über 500 kW wird über ein Acht-Gang-Getriebe per Schaltwippen sortiert.

Vorne sorgen zwei E-Motoren mit je 120 kW für Leistung und Allrad-Antrieb, rein elektrisch schafft der Project One rund 25 Kilometer. Viel spannender sind jedoch andere Daten: über 350 km/h Spitze, unter 2,6 Sekunden für den Hunderter-Sprint, die 200er-Marke fällt in unter 6 Sekunden. Wird verzögert, verpufft die Energie nicht - 80 Prozent davon wird in die Lithium-Ionen-Batterie rekuperiert.

Wie im Rennsport öffnen die Türen gleichzeitig nach vorne und nach oben. Auch das Monocoque-Cockpit erinnert an die Formel 1. Ein Bildschirm ersetzt den Tacho. Das Lenkrad ist oben und unten abgeflacht, hat aber sogar einen Airbag. Und eine LED-Schaltanzeige. Die Schalensitze - ja, es gibt auch einen Beifahrersitz! - haben verstellbare Rückenlehnen, Pedale und Lenkrad lassen sich justieren. Gemütlich sieht anders aus. Aber darüber klagt hier keiner.

Im Gegenteil. Auch Toto Wolff war bei der Präsentation dabei. Der Mercedes-F1-Teamchef ist auch noch nicht im ersten Hypercar der Stuttgarter gesessen, verriet er der "Krone". Der Kreis derjenigen, die das dürfen, ist ohnedies überschaubar. Bloß etwas mehr als 200 Stück sind geplant. Stückpreis? Rund 2,2 Millionen Euro. Vor Steuern...

(Stefan Burgstaller)

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Brutale Königsklasse
Rot-Orgie: Wöber-Grätsche und Müller-Kung-Fu
Fußball International
Hier das Party-Video
Rapid: 12.000 Rangers-Fans feiern Euro-Hit in Wien
Fußball International
Rot für Wöber
Tor-Show! Bayern vergeben Sieg, holen aber Platz 1
Fußball International
Auch Roma verliert
Peinlich! Real kassiert gegen Moskau Heim-Blamage
Fußball International
Salzburg-Sportboss
Freund: „Wollen das Stadion zum Brodeln bringen“
Fußball International
Rapid-Coach sicher
Kühbauer: „Haben die bessere Ausgangssituation“
Fußball International
Persönliche Probleme
Spielsucht? Celtic-Stürmer fehlt gegen Salzburg
Fußball International
Rangers-Coach
Gerrard erwartet „50:50-Match“ gegen Rapid
Fußball International
Aber er will bleiben
Liebes-Krach: Verlobte schmeißt Maradona raus
Fußball International
Es geht um China
UEFA plant Champions League am Wochenende
Fußball International
Wegen Daumenverletzung
Neureuther verzichtet auf Rennen in Alta Badia
Wintersport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.