Nach Angriff in Katar

Trump droht Iran Gasfeld „in die Luft zu sprengen“

Außenpolitik
19.03.2026 06:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einem Angriff des Irans auf einen Gaskomplex in Katar hat US-Präsident Donald Trump den Mullahs mit einer Zerstörung des iranischen Gasfelds „South Pars“ gedroht. Die US-Armee werde das größte Gasfeld der Welt „in die Luft sprengen, in einem Ausmaß an Stärke und Macht, das der Iran noch nie zuvor gesehen oder erlebt hat“, erklärte Trump.

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden. Am frühen Donnerstagmorgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu „bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden“ führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Einsatzkräfte seien vor Ort, um den Schaden zu begrenzen. Es gebe keine Verletzten.

Bilder vom Feuer am Gasfeld in Katar: 

US-Präsident Donald Trump droht mit Angriffen auf das größte Gasfeld der Welt.
US-Präsident Donald Trump droht mit Angriffen auf das größte Gasfeld der Welt.(Bild: AFP/NATHAN HOWARD)

Trump schrieb, Israel habe das „South Pars“-Gasfeld „aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten“ angegriffen. Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem Angriff gewusst, betonte er. Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen. Leider habe der Iran „ungerechtfertigt und unfair“ Katars Flüssiggasanlagen angegriffen.Trump erklärte, Israel werde „keine weiteren Angriffe“ an dem Gasfeld ausführen.

Katar: „Umfangreiche Schäden“ bei iranischen Angriffen
Der staatliche katarische Öl- und Gas-Konzern QatarEnergy meldete derweil einen neuen Angriff auf Ras Laffan, den wichtigsten Gaskomplex des Landes. Bei Raketenangriffen auf mehrere Anlagen für Flüssigerdgas (LNG) seien „große Brände und weitere umfangreiche Schäden“ verursacht worden. Wenige Stunden zuvor hatte QatarEnergy nach einem iranischen Angriff bereits „umfangreiche Schäden“ gemeldet.

Das katarische Verteidigungsministerium erklärte im Onlinedienst X, das Industriegebiet Ras Laffan sei von Marschflugkörpern aus dem Iran angegriffen worden. Dabei seien Schäden entstanden. Den vorherigen iranischen Angriff hatte das katarische Außenministerium als „direkte Gefährdung der nationalen Sicherheit“ bezeichnet.

Das iranische Gasfeld „South Pars“ ist das größte der Welt.
Das iranische Gasfeld „South Pars“ ist das größte der Welt.(Bild: AFP/BEHROUZ MEHRI)

Das iranische Staatsfernsehen meldete unterdessen, der katarische Gaskomplex Ras Laffan sei erneut von einer Rakete getroffen worden. Die Anlage stehe in Flammen, teilte das Staatsfernsehen im Onlinedienst Telegram mit.

Katar gehört zu den größten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Katars Produktion und der Transport über die Straße von Hormuz sind wegen des seit gut zweieinhalb Wochen andauernden Iran-Kriegs allerdings derzeit weitestgehend unterbrochen.

Iran veröffentlichte Liste „legitimer Ziele“
Teheran hatte zuvor Vergeltung für einen Angriff auf sein wichtigstes Gasfeld angekündigt. Die iranische Armee drohte, „die Quelle der Aggression“ hart zu treffen. Sie erwäge, „die Kraftstoff-, Energie- und Gasinfrastruktur“ der Länder ins Visier zu nehmen, von denen aus die Angriffe gestartet worden seien. Das iranische Staatsfernsehen veröffentlichte eine Liste „legitimer Ziele“, darunter Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der Angriff am Mittwoch war Teheran zufolge von den USA und Israel ausgeführt worden. Die israelische Armee äußerte sich dazu nicht. Bei dem Angriff hatten nach Angaben des staatlichen iranischen Fernsehens am Mittwoch mehrere Geschosse Einrichtungen in der Energie-Sonderwirtschaftszone in der Hafenstadt Asalujeh am Persischen Golf getroffen, in der Folge brach ein Brand aus. Die getroffenen Anlagen gehören zum Gasfeld „South Pars/North Dome“, das sich der Iran mit dem auf der gegenüberliegenden Küste gelegenen Katar teilt. Mit dem aus dem größten Feld der Welt geförderten Gas deckt der Iran rund 70 Prozent des heimischen Gasbedarfs.

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