Ja, er kennt Ferrari gut – immerhin war er knapp 30 Jahre bei der Scuderia angestellt. Imitieren wolle Mattia Binotto den italienischen Rennstall dennoch nicht. Obendrein kann sich Audis Projektleiter einen kleinen Seitenhieb gegen sein Ex-Team nicht verkneifen ...
Von 2019 bis 2022 war Binotto als Teamchef bei Ferrari tätig, mittlerweile gibt er bei Neo-Formel-1-Rennstall Audi die Richtung vor. „Meine Rolle hier ist nicht schwierig, sie ist einfach anders. Die Arbeitskultur hat sich geändert“, meinte der Italiener zuletzt gegenüber der französischen Zeitung „L‘Equipe“ auf seinen neuen Job angesprochen. „Bei Ferrari gab es keine formellen Abläufe, eher ein ständiges Ausprobieren mit Versuch und Fehler. Es gab keine echten Pläne, um gewisse Ziele zu erreichen. Bei Audi, geprägt von der deutschen und Schweizer Kultur, kommt zuerst der Plan. Und das passt mir, denn ich finde – ohne Plan kannst du nicht vernünftig vorgehen.“
„Seit 2008 nichts gewonnen“
Als Binotto gefragt wurde, ob er vorhabe, ähnlich wie zuvor bei Ferrari ein Super-Team zusammenzustellen, stichelte er plötzlich: „Wieso sollte ich Ferrari imitieren wollen? Die haben seit 2008 nichts gewonnen, und ich will mit Audi siegen.“
„Erfolg kommt nicht über Nacht“
Bevor er Maranello verließ, habe er Dinge gesehen, die es ihm erlaubt hätten, Vergleiche anzustellen. „Aber es muss jedem klar sein – Erfolg kommt in der Formel 1 nicht über Nacht. Unser Plan besteht darin, über die Zeitspanne von drei Jahren das Team aufzubauen, dann wollen wir das zwei Jahre umsetzen, um danach ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden. Wir haben mindestens 57 Projekte mit Meilenstein-Charakter aufgegleist“, stellte der 56-Jährige klar.
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