Mi, 21. November 2018

Greift das Gehirn an

04.07.2017 11:16

Bisher unbekanntes Pestivirus lässt Ferkel zittern

Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni) haben in neugeborenen Ferkeln ein bisher unbekanntes Pestivirus entdeckt. Der Erreger greift Hirn und Rückenmark der Tiere an und führt zum sogenannten "Ferkelzittern", bei dem die Tiere zu stark zittern, um Nahrung zu sich zu nehmen. Für Menschen ist das Virus aber ungefährlich, so die Wissenschaftler.

Erst Anfang des Jahres hatten die Wissenschaftler der Vetmeduni sogenannte "atypische porzine Pestiviren" (APPV) als Ursache für das "Ferkelzittern" nachgewiesen. Diese Erreger waren auch die erste Vermutung, als es in einem österreichischen Zuchtbetrieb zu einem Ausbruch der Erkrankung kam. Doch weder APPV noch ein anderer bekannter Krankheitserreger konnte bei den Schweinen nachgewiesen werden.

Virus mit klassischer Schweinepest verwandt
Mithilfe eines neuartigen diagnostischen Tests konnten die Forscher nun ein bisher unbekanntes Pestivirus aus der übergeordneten Familie der Flaviviridae als Ursache identifizieren. Das "LINDA-Virus" (Lateral shaking Inducing NeuroDegenerative Agent) ist entfernt mit dem Erreger der klassischen Schweinepest verwandt, berichten die Forscher im Fachjournal "

Keine Gefahr für menschliche Gesundheit
"Pestiviren haben die besondere Eigenschaft, Feten von Schwein, Schaf und Rind zu infizieren, wobei auch das zentrale Nervensystem betroffen ist. Pestivirusinfektionen sind aber nur bei Klauentieren verbreitet und stellen keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar", erklärte Benjamin Lamp vom Institut für Virologie der Vetmeduni.

Forscher arbeiten an neuem serologischen Test
Der Erreger verbleibt in einmal infizierten Schweinen und wird über Speichel, Ausscheidungen oder sexuellen Kontakt auf andere Schweine übertragen. Wie weit das Virus in der Schweinepopulation verbreitet ist, ist bisher nicht bekannt. Die Wissenschaftler, die über den neuen Erreger im Fachjournal "Emerging infectious diseases" berichten, arbeiten gerade an einem neuen serologischen Test, um mehr über die Häufigkeit von Krankheitsfällen durch das neue Virus in Österreich zu erfahren.

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