Wirtschaft brummt

Experten glauben an starke 2,4 Prozent Wachstum

Wirtschaft
29.06.2017 15:31

Schon bisher waren die Wirtschaftsaussichten für 2017 so gut wie lange nicht, und sie haben sich erneut gebessert: In seiner neuen Prognose hebt das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) seine Erwartungen für das Wachstum im heurigen Jahr nochmals kräftig auf 2,4 Prozent an - der höchste Wert seit 2011. Exporte und privater Konsum sind die Träger des Aufschwungs.

Noch im Winter sahen die meisten Experten keinen Zweier vor dem Komma. Das Wifo ist jetzt sogar optimistischer als alle anderen Prognosen (Nationalbank, EU), das IHS (Institut für höherer Studien) glaubt an 2,2 Prozent Wachstum, auch 2018 soll es - nur etwas gebremst - gut weitergehen.

Lage am Arbeitsmarkt "ökonomisch dramatisch"
Für Menschen ohne Job sehen die Wirtschaftsforscher auch eine positive Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit soll heuer auf 8,6 und im kommenden Jahr auf 8,4 Prozent sinken. Trotzdem findet Wifo-Chef Christoph Badelt die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt "ökonomisch dramatisch" und "politisch inakzeptabel" - vor allem für die vielen Langzeitarbeitslose. Die strukturellen Probleme dahinter seien noch keineswegs gelöst.

Experten warnen vor Wahlgeschenken
"Jetzt ist eine gute Zeit für strukturelle Reformen", so IHS-Boss Martin Kocher, der ebenso wie Badelt vor Wahlgeschenken warnt. Ausgaben ohne konkrete Gegenfinanzierung würden den Spielraum einer künftigen Regierung einschränken, so der Seitenhieb auf die Politik.

Kronen Zeitung

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