Mo, 20. August 2018

Europaweit

15.03.2017 15:53

Lebensmittelkontrolle wird deutlich verschärft

Das Europaparlament verabschiedete am Mittwoch eine Verordnung, mit der in der gesamten Versorgungskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher ein umfassendes und wirksames Kontrollsystem eingeführt werden soll.

Die Kontrollen betreffen neben Lebensmitteln auch Futtermittel, die Tierzucht, die Verwendung von Pestiziden, die ökologische Landwirtschaft sowie die geschützten Herkunftsbezeichnungen. Ziel ist es, die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu verbessern und Betrugsfälle zu bekämpfen. Die EU-Staaten werden zu regelmäßigen Kontrollen verpflichtet.

Mehr unangemeldete Kontrollen, abschreckende Strafen
Die Verordnung zielt auch darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Verfolgung von Verstößen gegen das Lebensmittelrecht zu verbessern, etwa durch den Austausch von Informationen. Wie die verstärkten Kontrollen finanziert werden - durch Gebühren oder aus Steuereinnahmen - kann jeder EU-Staat für sich entscheiden.

Auf den Kompromiss, der mehrere Richtlinien und Verordnungen zu einem Paket bündelt, hatten sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten nach 18-monatigen Verhandlungen geeinigt. Nach Angaben des Europaparlaments beschäftigt die Lebensmittelindustrie in der EU rund 48 Millionen Menschen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von gut 750 Milliarden Euro.

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