Mo, 18. Juni 2018

Unverdauliche "Kost"

06.03.2017 16:48

Ärzte operierten 915 Münzen aus Schildkröten-Magen

In Thailand sind einer Schildkrote fast 1000 Münzen aus dem Magen operiert worden. Geldstücke in Teiche mit Schildkröten zu werfen, bringt nach der Vorstellung vieler Thais Glück und Langlebigkeit. Wie die Universitätsklinik Chulalongkorn in der Hauptstadt Bangkok mitteilte, entfernten dort fünf Tierärzte am Montag dem 59 Kilogramm schweren Tier in einer sechsstündigen Operation 915 Münzen.

Grund für den seltsamen Fund im Magen des Tieres ist ein Brauch, der dem abergläubischen Werfen von Kleingeld in einen Brunnen ähnelt: Über mehrere Jahre hinweg haben Touristen in Sri Racha, einer Stadt rund 120 Kilometer südöstlich von Bangkok, ihr Geld in den Teich des Tieres geworfen, weil in Thailand der Glaube vorherrscht, dass es Langlebigkeit bringt, Münzen auf Schildkröten zu werfen.

Das Resultat des Brauches war eine unverdauliche Kost für das 25-jährige Suppenschildkröten-Weibchen, die sich in seinem Bauch zu einem fünf Kilogramm schweren Ball zusammenklumpte. Das Tier war in eine Schutzanlage der Marine gebracht worden und dadurch aufgefallen, dass es beim Schwimmen ein Bein nicht benutzte. Bei einer Röntgenuntersuchung und einer Computertomographie war schließlich im Magen der Schildkröte, die nun "Omsin" (Sparschwein) genannt wird - das Kleingeld entdeckt worden.

"Die Geldstücke kamen aus vielen Ländern, hauptsächlich in Asien", sagte die Ärztin Nantarika Chansue vor Reportern. "Nachdem wir die Münzen eine nach der anderen entfernt hatten, atmete die Schildkröte offensichtlich besser." "Omsin" soll sich zunächst erholen und dann zurück in die Natur gebracht werden.

 krone.at
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