Pakete kontaminiert
Quecksilber-Alarm: DHL-Logistikzentrum geräumt
Was zunächst nach einem medizinischen Notfall aussah, hat in Mecklenburg-Vorpommern einen Großeinsatz ausgelöst: In einem DHL-Logistikzentrum in Leizen ist offenbar Quecksilber entdeckt worden. Mehrere Pakete sollen kontaminiert sein, zahlreiche Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen.
Wie die deutsche „Bild“ berichtet, habe eine 50-jährige Paketzustellerin nach dem Kontakt mit einer Flüssigkeit über Beschwerden geklagt. Sie befindet sich demnach in ärztlicher Behandlung. Spezialkräfte untersuchen das DHL-Zentrum inzwischen in Schutzkleidung.
Mehr als 20 Mitarbeiter evakuiert
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten am Dienstag zu dem Gewerbegebiet in Leizen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aus. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich bei der Substanz um hochgiftiges Quecksilber handeln. Der Betrieb im Paketzustellzentrum steht derzeit still.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur NonstopNews wurden mindestens drei kontaminierte Pakete entdeckt. Damit steht auch die Frage im Raum, ob sich weitere möglicherweise belastete Sendungen im Postnetz befinden.
Zustellerin kam mit Flüssigkeit in Kontakt
Die betroffene 50-Jährige soll am Freitag Pakete ausgeliefert haben. Nach ihren Angaben kam sie dabei mit einer Flüssigkeit in Kontakt. Anschließend traten Beschwerden auf, die einer Vergiftung ähneln. Am Dienstag wandte sie sich an die Polizei.
Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden und dem Quecksilberfund besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Rätselhafter Vorfall mit Blumenpaket
Bereits am vergangenen Freitag war es rund 70 Kilometer entfernt zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. In Neustadt-Glewe mussten zwei Frauen im Alter von 19 und 28 Jahren wegen Übelkeit und Kopfschmerzen ins Krankenhaus gebracht werden. Beim Öffnen eines Blumenpakets war eine silbrige Flüssigkeit ausgetreten. Die Polizei bestätigte später, dass es sich dabei um Quecksilber handelte.
Nun prüfen die Ermittler, ob zwischen diesem Fund und den kontaminierten Paketen im DHL-Zentrum in Leizen ein direkter Zusammenhang besteht. Die Spezialkräfte untersuchen die Halle weiterhin unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

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