01.02.2017 09:57 |

Asylanten als Täter

Teure Staranwälte für Schlepper

Die österreichische Gastfreundschaft mit Füßen getreten haben sechs Asylwerber aus Syrien und dem Irak. Gemeinsam mit einem offiziell als Flüchtlingsbetreuer arbeitenden 24-Jährigen betätigten sie sich als geldgierige Schlepper. Vor Gericht in Eisenstadt wurden die arbeitslosen Männer dann sogar von Staranwälten verteidigt

Rührende Geschichten von (angeblicher) Verfolgung in der Heimat und der Gefahr für Leib und Leben tischten fünf Syrer und ein Iraker den heimischen Asylbehörden auf. Doch während ihres Aufenthaltes in Österreich dachten die Männer im Alter zwischen 24 und 42 Jahren nicht daran, sich an die Gesetze ihres Gastlandes zu halten.

Sie zogen zusammen eine Schlepperorganisation auf und kassierten von rund 500 Schutzsuchenden Geld dafür, dass sie diese Menschen illegal von Ungarn über die Grenze nach Österreich brachten. Tatkräftige Unterstützung erhielten die Sozialhilfeempfänger (sie kassierten bis zu 2100 Euro Steuergeld monatlich!) dabei vom Österreicher Mohamed A. - dieser arbeitete als staatlicher Flüchtlingsbetreuer. Das hinderte ihn aber nicht daran, auf den Schleppertouren im Vorausfahrzeug seine "Kollegen" vor Polizeikontrollen zu warnen. Vor Gericht wurden die Männer von teuren Anwälten - unter anderem aus den Kanzleien Dr. Mayer und Dr. Philipp - verteidigt. Die (teils rechtskräftigen) Urteile: 18 Monate bis fünf Jahre unbedingte Haft.

Kronen Zeitung

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