Mi, 18. Juli 2018

Vor Transplantation

26.01.2017 17:08

Kanadierin überlebt sechs Tage ohne Lunge

Eine 32-jährige Kanadierin verdankt ihr Leben einer bisher einzigartigen medizinischen Vorgangsweise. Wie das Toronto General Hospital am Mittwoch mitteilte, waren Melissa Benoit im vergangenen April ihre beiden damals schwer entzündeten Lungenflügel herausoperiert worden. Die Patientin hing danach sechs Tage lang an einer Herz-Lungen-Maschine, bevor eine Spenderlunge eingepflanzt wurde.

Eine solche medizinische Prozedur habe es noch nie zuvor gegeben, hieß es seitens des Krankenhauses. Die Mutter einer dreijährigen Tochter habe gar nicht geahnt, wie nahe sie ihrem Tod gewesen sei. Benoit war im Wachkoma gelegen.

Auch nach dem Aufwachen konnte die Kanadierin, die mit der Erbkrankheit Mukoviszidose geboren worden war, die Nachricht über die erfolgte Transplantation kaum glauben. "Ich glaubte es nicht. Ich konnte es einfach nicht verstehen", schilderte Benoit am Mittwoch die ersten Tage mit ihrer neuen Lunge gegenüber dem Sender CBC News. "Nun empfinde ich jeden Atemzug, den ich mache, als wow!", frohlockte die 32-Jährige.

Auch Nieren funktionieren nicht mehr
Nun will Benoit rasche Fortschritte bei der Physiotherapie machen, denn die nächste Transplantation steht an: Wegen einer Blutvergiftung im vergangenen April sind die beiden Nieren der 32-Jährigen so sehr geschädigt, dass sie nicht mehr richtig funktionieren. Derzeit muss Benoit regelmäßig zur Dialyse. In wenigen Monaten hofft sie, mit einer gesunden Niere ihrer Mutter von der Blutreinigung durch medizinische Apparate wegzukommen.

Gabor Agardi
Gabor Agardi

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