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18.12.2016 17:36

"Asyltourist" als Serientäter: 15 Monate Haft

Er steht symptomatisch für die zahlreichen Probleme in der Asylpolitik: Seit mittlerweile zehn Jahren zieht ein Marokkaner durch Europa und versucht als Flüchtling anerkannt zu werden. Bislang negativ. Dabei beging der 41-Jährige wiederholt Einbrüche und muss deshalb nun - erneut - hinter Gitter, dieses Mal für 15 Monate.

Gerade erst hatte der abgelehnte Asylwerber seine Haftstrafe wegen eines Einbruchs in Tirol abgesessen, da wurde er schon wieder kriminell. In Bad Sauerbrunn schlug der Marokkaner die Seitenscheibe eines Pkw ein und stahl einen Feldstecher im Wert von 190 Euro. In der Nacht brach er dann die Tür einer Bäckerei auf und raffte 300 Euro Bargeld aus der Kasse an sich. Kommissar DNA überführte den Täter rasch.

Als er sich jetzt in Eisenstadt vor Richter Wolfgang Rauter verantworten musste, zerfloss der 41-Jährige in Selbstmitleid: "Ich habe niemanden in Marokko und bin in Schweden, Dänemark, Deutschland und Österreich als Flüchtling abgelehnt worden. Ich will ein neues Leben beginnen", las er von einem Blatt Papier ab. "Sie können sich vorstellen, dass wir keine große Freude damit haben, wenn Leute unser Gastrecht missbrauchen und straffällig werden?", entgegnete Rauter trocken. "Es tut mir ja so leid", meinte der Beschuldigte mit gesenktem Blick. Rauter: "Und Sie meinen, Ihre Chancen auf eine gute Zukunft steigen, wenn Sie Diebstähle begehen?" Schweigen.

Das Urteil: 15 Monate unbedingt. Außerdem wird die Probezeit für eine einjährige Bewährungsstrafe aus einem früheren Verfahren nunmehr verlängert.

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