Kinderarbeit
Kinder zum Online- Dauerspielen gezwungen
Die ARD-"Tagesthemen" zeigten Bilder des staatlichen Fernsehsenders CCTV, die mit versteckter Kamera in einem chinesischen Wohnbüro gedreht wurden. Darauf zu sehen: Kinder und Jugendliche, die in zwei Zwölf-Stunden-Schichten abwechselnd arbeiten und schlafen. Freizeit kennen die Kinderarbeiter nicht. Stattdessen müssen sie rund um die Uhr in Online-Rollenspielen virtuelles Geld verdienen, welches anschließend über Online-Auktionshäuser wie eBay weiter verkauft wird.
Laut ARD würden die Spieler direkt von der Straße abgeworben werden - mit Plakaten, Lautsprechern oder in direkten Gesprächen. Die Masche der Kriminellen ist dabei stets die Gleiche: Die Kinder werden mit Geld gelockt, anschließend nimmt man ihnen die Ausweise weg. Die Spieler sind den Bandenchefs somit hilflos ausgeliefert.
Was hierzulande für manche Kinder wie das Paradies klingt - den ganzen Tag lang Computer spielen zu dürfen - ist harte Arbeit und der Gesundheit alles andere als zuträglich, wie auch einer der verdeckt gefilmten Bandenchefs anmerkt: Selbst ein Olympia-Sportler würde nach zwei Monaten des Dauerspielens schwach sein.
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