Ein Adria-Tief hat in Kärnten am Samstag für kräftigen Niederschlag gesorgt. Gut 100 Liter Regen waren mancherorts niedergeprasselt. In der von zwei Muren schwer getroffenen Gemeinde Afritz musste abgerutschtes Material aus dem Tronitzerbach gebaggert werden. Die Loiblpassstraße musste wegen einer Verklausung gesperrt werden.
"Nach den kräftigen Regenfällen standen zwei Bagger im Einsatz, um das Geröll aus dem Bach zu holen. Gefahr hat aber nicht bestanden", erklärt der Afritzer Gemeindechef. Gegen Nachmittag hatten hier die Niederschläge nachgelassen.
In Peratschitzen bei St. Kanzian entwurzelte ein Baum wegen der Witterung und krachte auf die Bahngleise. "Der 48-jährige Lokführer des ÖBB-Regionalzuges von Klagenfurt nach Wolfsberg konnte den Zug nicht mehr vollständig anhalten", schildert ein Polizist: "Die Lok stieß gegen den Baum. Bei der Kollision wurde eine Hydraulikleitung beschädigt." Insassen und Lokführer wurden zum Glück nicht verletzt.
Loiblpass wegen Mure gesperrt
Mehrere Feuerwehreinsätze gab’s zwischen dem Seeberg und dem Bodental: Kleinere Bäche hatten stellenweise für Überflutungen gesorgt, Keller mussten ausgepumpt und Verklausungen gelöst werden. Nach einem Murenabgang musste die Loiblpass-Straße kurz vor der slowenischen Grenze gesperrt werden.
"In Zell sind binnen 24 Stunden 126 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen", bilanziert Meteorologe Gerhard Hohenwarter.
Über Neuschnee durften sich allerdings nur die Skigebiete über 1900 Meter Seehöhe freuen. Auf der Turrach gab es einen Zuwachs von rund 15 Zentimeter, auf dem Katschberg waren es immerhin noch zehn.
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