Di, 17. Juli 2018

Nach Kletterunfall

05.11.2016 17:19

Große Trauer um Familienvater und Kollegen

Die Trauer ist groß, der Schock sitzt tief. Ein Polizist der Inspektion Ferlach, der 41-jährige Stefan Pessernig, ist ja Donnerstag bei einer Klettertour in der Westwand des Kleinen Pal in der Nähe des Plöckenpasses in den Tod gestürzt. Der sportliche Beamte hinterlässt seine Lebensgefährtin und zwei Töchter. Kollegen sind betroffen: "Er war bei allen sehr beliebt!"

Der erfahrene und durchtrainierte Kletterer ist Donnerstag losgefahren, um alleine am Kleinen Pal auf einem Grat die beliebte Route "Spigolo De Infanti" zu durchsteigen, benannt nach dem Alpinisten Sergio De Infanti, der sie 1979 erstmals bewältigt hat.

Pessernig war "Free Solo" unterwegs, alleine, ohne Sicherung. Es sollte seine letzte Tour in den geliebten Bergen werden. Wie berichtet, hat seine Lebensgefährtin Alarm geschlagen, nachdem ihr Stefan nicht heimgekehrt war. Am Fuß der Westwand ist der Kletterer dann tot aufgefunden worden.

Markus Fheodoroff, Polizeikommandant des Bezirks Klagenfurt Land, ist ebenfalls tief betroffen: "Kollege Pessernig hatte zuvor in Ebenthal, dann in Lambichl Dienst gemacht. 2014, nach der Schließung Lambichls, ist er nach Ferlach gekommen."

Der in St. Veit geborene Beamte war äußerst beliebt. Und bestens bekannt. Fheodoroff: "Er war viel auf Streife. Neben den dienstlichen Kontakten haben sich viele private Freundschaften entwickelt." Eine Kollegin erinnert sich: "Oft in einer Runde hat Stefan zur Gitarre gegriffen, gesungen und uns alle unterhalten." Sein musikalisches Talent haben seine Töchter, zehn und elf Jahre alt, geerbt. Beide erlernen ein Instrument, besuchen das Gymnasium.

Fheodoroff, der mit Kollegen Samstagvormittag in Klagenfurt der Trauerfamilie Beileid bekundet und Trost gespendet hat: "Pessernig war ein liebender Familienvater. Er hat auch alles für seine Kinder getan!"

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