Müllberge, Bodenverbrauch, Wegwerfprodukte aus Übersee – wie es besser gehen könnte und warum ein Umdenken vor allem im regionalen Bereich eine wirtschaftliche Zukunftschance ist, darum dreht sich eine große Veranstaltung am Kärntner Weissensee.
Schon seit 2013 verwandelt sich das Weissensee-Haus jeden Herbst in eine Bühne für Diskussionen um Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Entwicklung, Hand in Hand mit regionaler Wertschöpfung. Das Ziel der Landschaft des Wissens vom Wissenschaftsverein Kärnten ist es auch im 14. Veranstaltungsjahr, Menschen zusammen- und dann vom Reden und Wollen auch zum Handeln zu bringen: „Diesmal ist das Thema Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft als Chance für Gemeinden und Unternehmen“, so Präsident Horst Peter Groß.
Früher war Abfall viel zu wertvoll, um ihn übrig zu lassen. Seit der Erfindung der Nylonstrümpfe und der Erdölgesellschaft wissen wir nicht, wohin mit dem Müll

Dr. Horst Peter Groß, Wissenschaftsverein
Bild: Kerstin Wassermann
Es geht um Abfall, Recycling und Rückbesinnung – denn Müllberge werden erst seit dem Zweiten Weltkrieg und der Plastifizierung errichtet. „Im Mittelalter gab es so viele Berufe wie etwa Kesselflicker, die sich mit Reparieren, Wiederverwerten, Erhalt des kostbaren Besitzes beschäftigt haben. Sie sind in unserer Wegwerfgesellschaft alle verschwunden, weil vieles keinen Wert mehr für uns hat.“
Was aber nicht geändert werden könnte! Etwa durch biologisches Bauen und sinnvolle Reststoffverwertung. Gerade auf Gemeindeebene gibt es dafür großes Potenzial.
„Auch, um nicht mehr überall von globalen Lieferketten abhängig zu sein“, meint Veranstalter Groß. Drei Tage lang soll im Oktober nach Lösungen gesucht werden; vor allem mit jungen Menschen, Studenten von Uni und FH, aber auch mit Politikern, Wirtschaftstreibenden. Und jedem von der Zivilgesellschaft, der mehr verstehen und eingreifen möchte. Es gibt noch freie Plätze.
Wage zu denken am Weissensee, 14. bis 16. Oktober, Infos und Anmeldungen unter landschaftdeswissens.at
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